Solange es ihm gesundheitlich möglich war, saß der Gowerl Hans auf dem Gefährt und half Sohn Walter und Schwiegertochter Elisabeth in dem von ihm und seiner Frau Elfriede aufgebauten landwirtschaftlichen Betrieb im Aussiedlerhof in der Kirchstraße mit. Seit dem überraschenden Tod von Frau, zwei Tage vor seinem 90. Geburtstag, war dies nicht mehr möglich. Am 22. September ist jetzt auch Hans Pröls gestorben.

Der Verstorbene erblickte am 6. April 1930 in Floß als Sohn der Eheleute Johann und Margarete Pröls das Licht der Welt, wuchs mit seinen Geschwistern auf, besuchte die Flosser Volksschule und arbeitete im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern im Gowerlhof in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße, den er 1957 übernahm. Ein Jahr vorher heiratete er die aus Konradsreuth im Flosser Land stammenden Elfriede Vollath. Aus der Ehe gingen die Kinder Else und Walter hervor.

Werbung
Advertorial normal
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial

“ Wer rastet der rostet“

Stets auf Fortschritt bedacht und eingestellt, gehörten die Eheleute Pröls zu den ersten landwirtschaftlichen Betrieben, die sich außerhalb der Ortschaft ansiedelten. In der Gemeindeflur „Pinzer“ errichteten sie schon 1960 einen neuen Bauernhof. Der Hausname Gowerl blieb, doch gerne sprach man auch vom „Pinzer Bauern´“. Hans Pröls übergab 1988 den landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb an Sohn Walter und Schwiegertochter Elisabeth.

#1 beispiel full

Sein Motto:“ Wer rastet der rostet“ setzte er bis ins hohe Alter jeden Tag um. Die Übernahme von Ehrenämtern bedeutete für den Verstorbenen zugleich Verpflichtung. Nahezu 30 Jahre war Pröls ein beliebter und geschätzter Jagdvorsteher der Flosser Jagdgenossenschaft. Außerdem stellte er sich dem ehrenamtlichen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr, die ihm jetzt auch ein ehrendes Geleit gab, zur Verfügung. Im Seniorenkreis „Klub 70“ fühlte sich der Gowerl Hans mit seiner Elfriede wohl und hatte größtes Interesse am täglichen Geschehen in seiner Flosser Heimatgemeinde.

Ein würdiger Abschied

Im Trauergottesdienst am Dienstag in der St. Johannes Baptista Kirche zündete Pfarrer Wilfried Römischer an der Osterkerze das Licht der Hoffnung an und schilderte die Lebensstationen des Verstorbenen als gläubigen Christen. Musikalisch gestalteten der Posaunenchor unter Wolfgang Lang und der Kirchenchor mit Kantor Andreas Kunz (Orgel) den Trauergottesdienst. Die große Trauergemeinde verabschiedete sich mit den Liedern: „Jesu, geh voran“ und „Bleib bei mir Herr, der Abend bricht herein“, während der Bläserchor „Ich bete an, die Macht der Liebe“ intonierte. Der Chor sang:“ Harre meine Seele“. Im evangelischen Friedhof wurde Hans Pröls beigesetzt.