Neustadt/WN. Seit seinem 25. Geburtstag war Ludwig Bayer in vielen Vereinen aktiv, gestaltete in verschiedensten Funktionen die kommunalpolitischen Geschicke in Stadt- und Landkreis mit und ergriff die Initiative, um neue Vereine aus der Taufe zu heben. „Das vielseitige Engagement kann man gar nicht aufwiegen“, lobte Landrat Andreas Meier die Aktivitäten des früheren stellvertretenden Landkreischefs. Zu seinem 70. Geburtstag gratulierte ein langer Reigen an Gästen im Biergarten der Freizeitanlage.

An 36 Jahre im Stadtrat, in denen Bayer Mitglied in fast allen Ausschüssen war, erinnerte Zweiter Bürgermeister Heinrich Maier. Sehr bemerkenswert sei Bayers stets positive Einstellung. Unter dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht“ habe er kreative Ideen eingebracht und für praktikable Lösungen plädiert. Der Jubilar, der 1990 für das Bürgermeistamt kandidierte, habe sich auch als Mitinitiator der 750-Jahr-Feier hervorgetan. Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht lobte Bayer als einen immer wohlwollenden, väterlichen Ratgeber, der einem stets mit einem Lächeln im Gesicht begegne.

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Musikschule und Kulturfreunde ins Leben gerufen

An die Aktivitäten im CSU Ortsverband erinnerte Vorsitzender Thomas Spörl. Bis zum Jahr 2011 war Bayer in der Vorstandschaft aktiv. Von 1985 bis 1997 leitete er den Verband als Vorsitzender. Zusammen mit Bernhard Knauer hob Bayer die Kulturfreunden Lobkowitz aus der Taufe und sorgte für kulturelle Abwechslung in der Kreisstadt. Zufrieden ist Bayer selbst mit der Neustädter Musikschule, deren Gründung er im Jahr 1979 vorantrieb. Heute biete die Institution mit ausreichend Personal und vertretbaren Kosten für die Stadt beste Unterrichtbedingungen für 500 Schüler. Die Stadtkapelle gratulierte ihrem Ehrenvorsitzenden in großer Formation in musikalischer Form. Als einen der Höhepunkte seiner politischen Laufbahn sieht Bayer seine Zeit als stellvertretender Landrat. 18 Jahre habe er im Kreisrat mitgewirkt – eine Zeit in der er auch Prügel habe einstecken haben müssen.

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Soziales Engagement in Beruf und Freizeit

Seine soziale Ader lebte der Diplom-Sozialpädagoge nicht nur in 36 Jahren als Bewährungshelfer am Weidener Landgericht aus. In seiner Freizeit gründete er den Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsverein, der inzwischen in der Zacharias-Frank-Straße ansässig ist. Mit der Standortentscheidung habe sich einer seiner größten Wünsche erfüllt, da die Kreisstadt so über einen sozialen Schwerpunkt verfüge. Sein jüngstes Kind ist der Förderverein St.-Felix-Werk, für den der ehemalige Rektor der St. Felix Schule, Gerhard Köppl, gratulierte. Für sein außerordentliches, jahrzehntelanges Engagement verlieh ihm der damalige Bundespräsident Johannes Rau im Jahr 2003 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Ruhestand verbringt Ludwig Bayer viel Zeit mit seinen fünf Enkeln oder zieht sich mit Ehefrau Hannelore auf sein Wochenendhaus auf der Altglashütte zurück. Zu einer zweiten Heimat ist dem Paar auch der Gardasee geworden.