„Das zeigt, dass wir die Auswirkungen der Pandemie trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gemeistert haben“, betonte Schulleiter Harald Olschner bei der erhebenden 45. Abschlussfeier. Die Feier wurde begleitet von musikalischen Beiträgen von Schülern der Q12.

In der Mehrzweckhalle herrschte Abschiedsstimmung und gute Laune. Ein Abschied ohne Wehmut. Dafür aber mit optimistischen Ausblicken und eingerahmt in gut gemeinte Ratschläge. „Wir können stolz sein auf das hohe Niveau“, bilanzierte der Oberstudiendirektor das Eschenbacher Abi-Ergebnis.

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Elf Bürgermeister zu Gast

Vor den freudestrahlenden Abschlussschülern, vor Eltern, dem versammelten Lehrerkollegium und zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen 11 Bürgermeister aus den Städten und Gemeinden aus dem Einzugsgebiet der Schule, zeigte sich der Schulleiter im 75. Gründungsjahr des Bildungstempels als hochzufriedener Chef.

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„Ther-Abi“, so hieß das von den Abiturienten gewählte Motto der Abschlussfeier. Eine erfolgreiche Therapie hin zum Abitur war es jedenfalls, über die sich die gesamte Schulfamilie freute. Die Diagnose des „Anstaltsleiters“ folgte auch im Namen der „Therapeuten“. Harald Olschner sprach humorvoll von verständigen und therapierbaren Patienten, bestätigte einen heilsamen Therapieverlauf und verwies auf die bemerkenswerte Schlussdiagnose: „Für das Leben da draußen bestens geeignet.“

Schulleiter: „Ihr werdet gebraucht und sehnsüchtig erwartet“

An die Tragweite dieses Wandlungsprozesses erinnernd ermunterte der Schulleiter die Entlassschüler, die Herausforderungen der Zeit selbstbewusst und gestärkt anzunehmen. „Auch die da draußen erwarten das. Ihr werdet gebraucht und sehnsüchtig erwartet!“ Nun liege es an jedem Einzelnen, die richtige Wahl zu treffen, eine zukunftsoffene Welt mitzugestalten und nicht schon beim ersten Versuch zu verzagen.

In schneidiger Direktheit verwies auch Abi-Sprecher Jan Thumfart auf manchmal turbulente acht Therapiejahre auf dem Eschenbacher Bildungshügel. „Wir wurden geprägt und über komplexe Zusammenhänge aufgeklärt“, gab der Schülersprecher zu. Nun gelte es, den weiteren Lebensweg mit Menschlichkeit, Anstand und voller Begeisterung zu meistern und der Abschlussdiagnose gerecht zu werden, mit den Tugenden Kampfgeist und Ehrgeiz das Leben zu gestalten. Gemeinsam mit Hanna Seemann und David Prechtl blickte Jan Thumfart zudem unter dem Leitgedanken „Was so alles war und wir so alles gemacht haben“ auf die Events der Schulzeit.

Auszeichnung der OTH für Ines Preißinger

Für den Landkreis als Schulaufwandsträger verglich stellvertretender Landrat Albert Nickl den künftigen Weg der Abiturienten auf einer anstrengenden Marathonstrecke. Verlockend sei das Ziel. Für die Teilnehmer gebe es Zukunftschancen wie nie zuvor. Positiv denken und auch bei Hindernissen Wege aus der Talsohle suchen, lautete der Ratschlag von Bürgermeister Marcus Gradl. Ingrid Schmidt verwies für den Elternbeirat – in Erinnerung an die Schultüte vor 12 Jahren – mit einer „Zukunftstüte“ symbolisch an das in der Schule gewonnene Rüstzeug.

„Vertraut auf Eure Stärken“, so die Empfehlung, der sich auch für den Förderverein des Gymnasiums Vorsitzender Andreas Wagener anschloss. Auch die Schülermitverwaltung gratulierte. Dem großen Moment der Überreichung der Abi-Zeugnisse ging eine Auszeichnung der OTH Amberg/Weiden für Ines Preißinger mit einer Einladung zur „Anschlusstherapie“ und Prämierungen der Fachschaften Chemie, Mathematik und Latein, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und die Aushändigung von Cambridge-Sprachzertifikaten voraus.

Die Besten

Assistiert von den Oberstufen-Koordinatoren Kerstin Eckert und Robert Kreuzer überreichte Schulleiter Harald Olschner die begehrten Reifezeugnisse. Wer träumt nicht von Traumnoten im Abi-Zeugnis? Für 11 junge Damen und Herren des Abi-Jahrganges 2023 ging dieser Traum mit einer Gesamtnote bis 1,5 in Erfüllung. Die „Besten“ kommen alle aus dem traditionellen Einzugsgebiet des Gymnasiums von Auerbach bis Grafenwöhr, von Kemnath bis Eschenbach.

Sensationell erreichten mit Ines Preißinger aus Filchendorf und mit Jan Thumfart aus Schwarzenbach zwei Abschlussschüler das Spitzenergebnis 1,0. Über die Gesamtnote 1,1 jubelt Luca Hey (Eschenbach). Eine 1,2 legte Florian Möschter, Grafenwöhr, hin. Über einen Durchschnitt von 1,3 triumphieren Sarah Gallei (Kemnath), Ina Haberberger (Mockersdorf), Mila Hassel (Kulmain), Hanna Seemann (Eschenbach) und Daniel Zerr (Grafenwöhr). Eine 1,4 erreichte Katharina Uhl (Grafenwöhr). Nicht minder bemerkenswert ist die Gesamtnote 1,5 für Annalena Dietl aus Schlammersdorf.