„Die Menschen hier bleiben nicht für länger, geplant sind maximal ein paar Tage“, teilte Bürgermeister Sebastian Dippold mit. Neustadt fungiere wie eine Art ‚Verteilerzentrum‘. Dippold: „Wir nehmen schnell auf, damit die Menschen ein Dach über dem Kopf haben und etwas Warmes zu essen bekommen. Danach werden sie in Unterkünfte verteilt.“ Versorgt werden die Menschen direkt von Stadthallenwirt Wolfgang Schlitter. „You’re welcome“, hört man ihn immer wieder sagen, als er das Essen unter den wartenden Menschen verteilt.

Freiwillige im Einsatz

Einige Freiwillige sind auch schon eingespannt. „Viele Menschen aus der Umgebung, oft Exil-Ukrainer/innen aus Neustadt/WN, haben sich gemeldet, helfen zu übersetzen und erklären wichtige Dinge. Das ist so viel wert“, freut sich der Bürgermeister.

Werbung
Advertorial normal
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial

Wichtig sei, dass die Stadthalle vom Landkreis betreut werde. „Die sind hier und für noch viel mehr zuständig: das Schaffen von Wohnraum, die Registrierung, das Klären der medizinischen Versorgung und vieles mehr. Wir schauen, dass wir wenigstens das Drumherum abnehmen können. Ab Mitte nächster Woche haben wir dafür in Neustadt/WN direkte Ansprechpartner.“ Wer helfen mag, müsse sich bis dahin noch etwas gedulden. Wichtig sei, die Hilfe zu koordinieren. Ein öffentlicher Aufruf dazu folge noch.

#1 beispiel full

Kritik an Gaffern

Bei all der Hilfsbereitschaft wird Dippold bei einer Sache richtig sauer: „Es gab auch schon Leute, die gefragt haben, ob sie mal gucken dürfen. Das hier sind Menschen auf der Flucht. Das ist kein Zoo“, wird Dippold deutlich. Geplant ist die Hallennutzung bis Anfang Mai.

Danach seien wieder Veranstaltungen geplant. „Die können hoffentlich stattfinden. Das würde auch bedeuten, dass der Krieg und seine Folgen abgeflaut wären. Das wäre trotz aller Hoffnungslosigkeit und schlechten Nachrichten und besonders den Menschen in der Ukraine zu wünschen“, betonte der Bürgermeister.