Mitterteich. Seit 2015 ist Günter Grünwald bereits mit seinem aktuellen Programm „Deppenmagnet“ auf den deutschen Bühnen unterwegs. Anfang Oktober gab der bayerische Ausnahme-Komiker sein Stelldichein in der restlos ausverkauften Mitterteicher Mehrzweckhalle. In der Pause trafen Sandra und Peter Gattaut den Comedian zum Interview.

Von Peter Gattaut

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Stand up Comedy in Perfektion ohne Brimbamborium und aufwendigen Bühnenaufbau – einfach nur Grünwald pur. Er wettert über Back-Shops mit Brötchen made in China, warnt ausdrücklich vor unprofessionellen Tätowierungen und erzählt von seiner genialen Anschaffung, einer Maschine aus dem Baumarkt, die das Siphon förmlich frei „donnert“. Bei den witzigen Schilderungen „Wie wäre es im Krieg gewesen, wenn es kein Doppel-S gegeben hätte?“ oder „Südtiroler“ statt City-Roller blieb bei den Zuschauern kein Auge trocken.

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Schlagfertig reagierte er auf eine Frau, die ihren Lachflash nicht mehr unterdrücken konnte mit den Worten „ Ich dachte Hunde durften nicht in die Halle, na ja kommt gebt ihr was zum Trinken und ein Würstchen, dann wird das schon wieder“.

„Greisliche“ Swingerclub-Pärchen

Nach der Pause bekam Fernsehkoch Tim Mälzer genauso sein Fett weg wie das „greisliche“ Swingerclub-Pärchen aus Sachsen, das er in einer RTL-Doku gesehen hatte. Grünwald erzählte von seinem Besuch im Reisebüro, wie er Roger Moore zur James Bond-Rolle verhalf und lies die Kindheit im heimischen Elternhaus Revue passieren.

Ein rundum gelungener Abend mit hohem Unterhaltungswert, der einmal mehr bewies, dass es um den Inhalt und nicht um die Verpackung geht. In der Pause führten die Reporter Sandra und Peter Gattaut aus Windischeschenbach mit dem sympathischen Komiker ein Interview.

OberpfalzECHO: Lieber Günter, wir hatten bereits schon mal das Vergnügen dich vor sechs Jahren in Schwandorf zu interviewen. Wir haben dich dort eher zu unserer Verwunderung, als zurückhaltend, sehr vorsichtig, vielleicht sogar etwas schüchtern im Interview kennen gelernt. Eben ganz anders als du dich auf der Bühne präsentierst. Gibt es für dich da gewisse Vorsichtsmaßnahmen gegenüber der Presse? Hast du da bereits schlechte Erfahrungen gesammelt?

Günter Grünwald: Nein überhaupt nicht. Ich bin froh, dass es so ist. Es wäre schließlich schlecht, wenn ich auf der Bühne schüchtern agiere und beim Interview im Kronleuchter hängen würde.

Du bist mit deiner „Grünwald Freitagscomedy“ auf BR3 bereits seit 15 Jahren ein fest integrierter Programmbestandteil. Wie erklärst du dir diesen dauerhaft anhaltenden Erfolg bei deinem TV- Publikum? Nach unzähligen Recherchen haben wir bei keinem Sender nur im Ansatz ein, in etwa ähnliches, erfolgreiches Comedy-Format finden können.

Günter Grünwald: „Grünwald Freitagscomedy“ ist tatsächlich das längste laufende Comedy-Kabarett im deutschem Fernsehen. Eine konkrete Erklärung für den anhaltenden Erfolg habe ich aber auch nicht. Mein Publikum setzt sich immer von ganz jung bis ins hohe Alter zusammen. Vielleicht ist das der Grund dass mein Humor die ganze Alterspalette erreicht. Ich freue mich natürlich darüber und hoffe dass es auch weiterhin so bleibt.

Seit 2015 tourst du sehr erfolgreich mit deinem aktuellem Bühnenprogramm „Deppenmagnet“ auf Deutschlands Bühnen. Ist ein neues Programm schon in Planung? Wenn ja gibt es schon einen Namen dafür und auf welche Highlights dürfen sich deine Fans da ganz besonders freuen?

Günter Grünwald: Nein, ein neues Programm gibt es noch nicht, ist aber für den Herbst 2019 geplant. Ich setze mich ab Januar an meinem Computer und dann schauen wir mal was dabei raus kommt.

Mal was ganz Privates wenn es erlaubt ist. Welche Musik hörst Du in deiner Freizeit, für welchen Fußballverein schlägt dein Herz und was würdest Du niemals für Geld tun?

Günter Grünwald: Niemals für Geld wäre ich Fan von einem Fußballverein. Musik mag ich sehr gerne außer Country.

Welche Botschaft oder auch Ratschlag kannst du unseren Lesern und deinen vielen Fans mit auf ihren Weg geben?

Günter Grünwald: Wenn es geht, die anderen Menschen einfach in Ruhe lassen.

Bilder: Peter Gattaut