Der Flosser Hans Max stieg am 1. April 1968 als Mitpächter des Gemeinschaftsjagdreviers Floß ein, war von 1977 bis 2002 Alleinpächter und nahm ab dann seinen Sohn Thomas mit ins Boot als weiteren Pächter. Auch seine Ehefrau Hildegard hatte mit Erfolg die Jagdscheinprüfung abgelegt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Jagdvorsteher, Jagdvorstand, Jagdberechtigte und Pächter war seit 55 Jahren ungebrochen stark. Zu keiner Zeit gab es Probleme.
Jagdvorsteher Walter Pröls hatte den Schritt der Jagdpächter äußerst bedauert, fand aber Verständnis aufgrund des Alters (86 Jahre) von Hans Max und des Gesundheitszustandes von Thomas. Pröls kündigte an, dass sich der Jagdvorstand im Januar 2024 mit dem Thema der Neuverpachtung des Gemeinschaftsjagdreviers befassen und die Kriterien für eine Neuverpachtung ab 1. April 2024 festlegen werde.
Die Mitgliederversammlung entscheidet
Noch im Januar soll die Mitgliederversammlung über die Neuverpachtung des Reviers entscheiden können. Im März findet eine weitere Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Jagdvorstandes statt. In seinem letzten Jahresbericht über den Verlauf des Jagdjahres 2023 hielt Jagdpächter Max fest, dass der neue Abschussplan von 51 Stück Rehwild noch nicht eingehalten werden konnte. Er sei auch kaum durchsetzbar. Kleinere Wildschäden habe er sofort behoben. Man sehe keine Rebhühner oder Fasane mehr.
Von einer ausgezeichneten Hege und Pflege des Reviers berichtete der Jagdvorsteher und fand dafür die volle Unterstützung der Jagdgenossen, solche Jagdpächter würde man sich wünschen. Beschlossen wurde, dass die Jagdpacht 2023 für den Wegeunterhalt verwendet wird, dabei wird der Schwerpunkt auf den Waldwirtschaftsweg „Flosser Forst“ gelegt. Auch Aufschotterungen im Buchweg sind vorgesehen.

