„Mim Redn kumma d’Leit zam“. Und wenn’s gut läuft, findet man dadurch sogar eine neue Chorleiterin für „Ex Animo“: Johanna Baumann. Die Corona-Pandemie hat auch beim Chor „Ex Animo“ Spuren hinterlassen. Der Chor hat am 6. März 2020 beim „Weltgebetstag der Frauen“ das letzte Mal gesungen.
Als es wieder erlaubt war, Proben durchzuführen, war für Chorleiterin Iris Eckert klar: „Ich höre auf.“ Unter anderem war die Zwangspause wegen Corona schuld daran.
„Mim Red`n kumma d`Leit zam“
Im Pfarrbrief der Pfarrei „Heilige Dreifaltigkeit“ konnte man Ende Juli dann auch schon lesen: „Der Chor ‚Ex Animo‘ löst sich auf!“ – Zu dieser Zeit wurde aber bereits fieberhaft nach einer neuen Chorleiterin gesucht, denn das Singen aufgeben wollte die Mehrheit des Chores nicht.
Das alte Sprichwort: „Mim Red’n kumma d’Leit zam“ bewahrheitete sich mal wieder – Gott sei Dank! Die Planung des Abschiedsgeschenks für Pfarrer Bernhard Müller war Anlass, dass ich mich mit Doris Baumann traf, um gemeinsam den Frauenbund-Beitrag zu gestalten.
Anfrage bei der jungen Musikstudentin
Dabei fragte ich sie hoffnungsvoll, ob nicht doch ihr Ehemann Christian Baumann das Amt übernehmen wolle, obwohl mir dieser bereits vorher schon abgesagt hatte. Da sie nicht für ihn sprechen konnte, nannte sie mir eine Alternative: Ich solle doch bei ihrer Tochter Johanna Baumann anfragen – sie studiert Musik. Gesagt – getan.
Auf den Vorschlag hin fragte außer mir auch Wolfgang Bräutigam bei der Musikstudentin an, die nach reiflicher Überlegung schließlich einwilligte.
Staatlich geprüfte Ensembleleiterin
Die ersten beiden Proben mit der neuen Chorleiterin Johanna Baumann fanden unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen auch bereits statt. Die Proben werden nicht mehr wöchentlich, sondern voraussichtlich nur noch alle zwei Wochen sein, denn der Studienplatz der Chorleiterin ist in München.
Johanna Baumann besuchte nach ihrem Abitur die Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg und hat diese als Staatlich geprüfte Ensembleleiterin abgeschlossen. Im Oktober beginnt sie ihr fünftes Semester ihres Studienganges „Schulmusik – Gymnasiales Lehramt“.
„Da geht mir das Musikerherz auf“
Bei der ersten Chorprobe meinte die 21-Jährige: „Da geht mir das Musikerherz auf, wenn so viele zum Singen kommen.“ Ein Termin zum Vormerken wurde von ihr auch schon genannt. – „Am 22.Oktober möchte ich mit euch den Taizé-Gottesdienst in der Friedenskirche gestalten. Die Sänger und Sängerinnen freuen sich darauf.“

