Bei der Jahresversammlung von Amnesty International in Schwandorf standen das Schreiben von Petitionsbriefen und der Kampf für Menschenrechte im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fand im evangelischen Gemeindehaus statt. Die Kreisgruppen-Sprecherin Barbara Beck und andere Mitglieder berichteten von ihren Aktivitäten.

Erfolge und Herausforderungen

Der Tätigkeitsbericht zeigte auf, wie durch die Unterschriften von Hunderten von Bürgern aus dem Landkreis Unterstützung für inhaftierte, bedrohte und verfolgte Menschenrechtsverteidiger weltweit signalisiert wurde. Die Wirkung solcher Petitionen reicht von sofortiger Freilassung bis zum völligen Ausschweigen über Haftbedingungen. „So wurde eine Menschenrechtsaktivistin sofort freigelassen, als ihr Name auf der Adventsschwerpunktaktion ‚Briefmarathon‘ nur bekannt wurde“, teilte Beck mit. Ein Mitglied schickt wöchentlich eine Postkarte an den seit zehn Jahren in China eingesperrten uigurischen Professor Ilham Tothi, von dem das letzte Lebenszeichen 2017 stammte.

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Ein weiteres Beispiel ist Rita Karasartova aus Kirgisien. Sie wurde für ihre Teilnahme an einer friedlichen Demonstration für 20 Monate in Untersuchungshaft gehalten. „Von überall aus der Welt wurden mir Briefe zugeschickt, es waren unzählige“, erzählt Karasartova. Diese Briefe gaben ihr, ihren Kollegen und ihrer Familie Kraft. Im Juni wurde sie schließlich vor Gericht freigesprochen.

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Kassenbericht und Vorstandschaftswahlen

Christoph Beck erläuterte den Kassenbericht und wurde einstimmig entlastet. Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft gab es keine Veränderungen. Barbara Beck bleibt Sprecherin der Kreisgruppe, ihr Stellvertreter ist weiterhin Willi Rester, und Christoph Beck führt auch im nächsten Jahr die Kasse.

Durch die Jahresversammlung wurde die anhaltende Bedeutung von schriftlichem Engagement und Solidarität für die Menschenrechtsarbeit von Amnesty International hervorgehoben. Die Geschichte von Karasartova und anderen zeigt, dass solche Bemühungen zu greifbaren Veränderungen führen können.