Tirschenreuth. Wohin kommen pflanzliche Küchenabfälle? Nicht in den Restmüll, sondern in die Biotonne. Und die soll es bald öfter in Tirschenreuth geben.
Seit Februar 2017 gibt es sie bereits im Landkreis Tirschenreuth, aber nur 13 Prozent der Haushalte haben sie auch wirklich: Die Biotonne. Wer sie nutzen will, muss diese bei der Abfallwirtschaft des Landkreises schriftlich beantragen. Nach wie vor gehen zwar Anträge von den Grundstückseigentümern und Hausverwaltungen auf die Biotonne ein, die erste Hochphase an Anmeldungen ist jedoch vorbei. Um die Bürger direkt über die Bioabfallsammlung zu informieren, geht der Landkreis neue Wege: Von Oktober bis Dezember hängt er einmalig direkt nach Entleerung des Restmüllgefäßes in entsprechender „Tonnenanhänger“ mit näheren Informationen zur Biotonne an das Griffrohr der Restmülltonne.
Bioabfall gehört nicht in die Restmülltonne
Die Restmülltonne wurde dabei bewusst als „Werbeträger“ gewählt: Schließlich besteht im bundesweiten Durchschnitt der Hausmüll zu knapp einem Drittel aus Bioabfällen. Und das, obwohl Biogut eigentlich zu wertvoll ist um zusammen mit dem Restmüll im Müllkraftwerk verbrannt zu werden. Die Verteilung der Tonnenanhänger erfolgt im Zusammenhang mit der Restmüllabfuhr und wird vom zuständigen Abfuhrunternehmen vorgenommen. Aus organisatorischen Gründen wird der Tonnenanhänger an jeder Restmülltonne hängen. Grundsätzlich bleibt es aber dabei: Der Bürger entscheidet selbst, ob er als Eigenkompostierer oder BiotonnenNutzer seinen Beitrag zum Ressourcenschutz leistet. Für Rückfragen steht die Ihnen die Abfallwirtschaft unter 09631/7001-13 oder abfallberatung@tirschenreuth.de zur Verfügung.

