Neustadt/WN. Noch bis Samstag, den 26. November können Gartenabfälle zu den Grüngutcontainern und Sammelplätzen gebracht werden. Dann schließen die Sammelstellen und die Container werden bis voraussichtlich Mitte März 2017 abgezogen. In der Zwischenzeit dürfen an den Sammelplätzen aber keine Abfälle abgeladen werden.

Wie im Wald kann Laub unter Bäumen und Sträuchern liegen bleiben. Die Laubschicht führt dem Boden organische Substanz zu, fördert das Bodenleben und bietet einen natürlichen Frostschutz. Aber auf Wegen, Rasen oder Blumenbeeten ist eine Laubschicht unerwünscht. Hier bietet sich der Weg zum Kompost an. Dabei gilt es zu beachten, dass die Kompostierung der Blätter durch Wachsschichten und Gerbstoffe verzögert wird, die die Blätter während des Sommers zum Schutz gegen Wasserverlust und Krankheitskeime bilden.

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Möglichkeiten der Verwertung: Laub eignet sich zum Kompostieren

Mit dem Laub kann auf zwei verschiedene Arten verfahren werden: eine Möglichkeit ist die Herstellung eines reinen Laubkompostes. Eine andere das Zwischenlagern von überschüssigem Laub in einer Gartenecke. Im Frühjahr werden die angerotteten Blätter dann mit den anfallenden stickstoffreichen Materialien (zum Beispiel Rasenschnitt) gemischt auf den Kompost gegeben. Damit das Laub nicht wegfliegt, muss es abgedeckt werden, zum Beispiel mit einer Schicht Erde oder halbfertigem Kompost.

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Häufig klebt feuchtes Laub auf dem Kompost dicht zusammen, so dass keine Lücken für den nötigen Luftzutritt bleiben. Abhilfe schafft das Zerkleinern der Blätter oder das Mischen mit Zweigen und Kom-posterde. Herrscht dagegen im Inneren des Laubhaufens Trockenheit, weil sich außen herum eine undurchdringliche Hülle aus verklebten Blättern gebildet hat, ist Wenden und Durchmischen notwen-dig.

Fällt hauptsächlich schwer verrottbares Laub an, zum Beispiel Eiche, Walnuss, Kastanie, ist eine Stickstoffzugabe in Form von Rasenschnitt, Mist oder Hornmehl möglich. Damit wird der Rottevorgang beschleunigt. Diese Laubarten sollte man nicht mit anderem kompostieren, da sie die Rotte verlang-samen. Es dauert länger bis daraus Humus wird, der ist allerdings dann von bester Qualität. Ein Laub-kompost sollte im Frühjahr umgesetzt werden, im Herbst ist er dann fertig.

Kastanienlaub beherbergt oft die Kastanienminiermotte, erkennbar an den schon im Sommer braunen und trockenen Blättern. Befallenes Laub, das auf der Erde liegen bliebt, wird den Neuaustrieb im Frühjahr infizieren. Deshalb ist dieses Kastanienlaub sicherheitshalber noch als Grüngutabfall in die Container zu entsorgen.

Die Abfallberatung des Landkreises Neustadt/WN gibt über das Bürgertelefon unter der Nummer 09602/79-3530 weitere Auskünfte.