Die „Tanja Rotsch Band“ ist zurückgekehrt. Im November hatte die Combo aus dem Großraum der südlichen Oberpfalz schon einmal im „Parapluie“ aufgespielt. Aber von Übersättigung keine Spur. „Wir sind doch froh, dass wir überhaupt spielen dürfen“, sagte Frontfrau Tanja Rotsch. „Hier ist es toll“.
Wirtin Sabine Mende erinnerte eingangs an den schrecklichen Überfall auf die Ukraine. Den Konzertabend inmitten von Corona und Krieg bewertete sie als Ablenkung. Die Band hat sich längst einen Namen gemacht, weil sie bekannte und weniger geläufige Songs nicht nur nachspielt, sondern sie neu arrangiert. Sängerin und Gitarristin Tanja Rotsch und ihre drei Mitstreiter Ferdinand Rieppel (Gitarre), Ludwig Lang (Drums) und Günter Brandl (Bass) haben im Laufe ihrer Karriere schon reichlich Erfahrung gesammelt. Auch in anderen Bands.
Mit einer großen Portion an Selbstbewusstsein entpuppten sich Tanja Rotsch & Co. als coole Kopisten, die Klassiker so rüberbrachten, als wären es ihre eigenen Songs. Dabei war die Gruppe für die „Dee Band ToToX“ eingesprungen, die eigentlich für diesen Gig im “Kulturbahnhof” gebucht war, aber kurzfristig abblasen mussten, weil zwei ihrer Bandmitglieder in die Quarantäne geschickt wurden.

