Beim Weltgebetstag der Frauen konnte die Vorsitzende des Waldthurner Frauenbunds (KDFB), Sieglinde Zielbauer, zahlreiche Frauen in der Pfarrkirche St. Sebastian begrüßen. Der Abend stand im Zeichen des Jeremia Bibeltextes „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden“.
Das Führungsgremium mit der Vorsitzenden, ihrer Stellvertreterin Martina Bodensteiner (Lennesrieth), Agnes Härtl (Spielberg), Lucia Mäckl (Waldthurn), Anna Beimler (Albersrieth) und der Waldthurnerin Gabi Holfelner führten durch den Abend. Lisa Käs aus Spielberg unterstrich den Abend mit entsprechender Musik. Am Altar waren neben der Bibel sieben Kerzen aufgebaut.
Fürbitte für den Frieden
Diese sollen die sieben Weltreligionen sichtbar machen, in denen der Weltgebetstags- Gottesdienst rund um den Erdball in diesen Tagen gefeiert wird. Es wurde dabei unter anderem besonders an die Coronazeit gedacht und in einer Fürbitte auch um den Frieden für den Krieg in der Ukraine gebetet.
Martina Bodensteiner zündete die sieben Kerzen der Hoffnung für Ausgeschlossene, für arme und behinderte Menschen und für Missbrauchsopfer an. Einige Schicksale von Frauen aus England, Wales und Nordirland wurden durch Gabi Holfelner vorgestellt.
Vom Ehemann brutal verprügelt
Sie erzählte von Lina, die wenig Geld hat, und nicht einmal das Nötigste für ihre Familie kaufen kann. In der Kirchengemeinde fand Lina Hilfe. Und von Natalie, die von ihrem Mann immer wieder heftig verprügelt worden war. Sie wurde schwanger, durch die Schläge hatte sie eine Frühgeburt erlitten. Mit Gottes Hilfe kam sie durch diese schwere Zeit, ihr Kind ist nun 13 Jahre, Natalie hat sich von ihrem Mann getrennt und hat nun wieder Freude am Leben.
Eine weitere Geschichte der Hoffnung erzählte Holfelner von Emily, bei der mit 16 Jahren ein Gehirntumor festgestellt wurde. Sie wurde taub, erlernte die Gebärdensprache, akzeptierte ihre Situation und fand mit Gottvertrauen dazu, ihr Leben wieder aktiv zu gestalten.
Bilder aus England gezeigt
Lisa Käs zeigte und kommentierte zum Abschluss Bilder aus den drei Ländern England, Nordirland und Wales. Käs brachte den Waldthurner Frauen kurz die Eigenheiten der drei Länder im Vereinigten Königreich näher. Beispielsweise habe Wales mit zehn Millionen Schafen dreimal so viele Tiere als Menschen, was viele überraschte.
Jede der Teilnehmerinnen des Weltgebetstags erhielt ein Päckchen englischen Tee und einige Shortbreads, ein kleines Mürbeteiggebäck, das im Vereinigten Königreich besonders bei der Teezeit beliebt ist.

