„Gerade heuer stellen wir fest, dass viele neue Leute zu uns kommen“, erklärte Susanne Meichner, die Leiterin des Maria-Seltmann-Hauses (MHS). „Auch die jungen Senioren, kurz nach dem Eintritt ins Rentenalter. Die sind noch sehr fit und aktiv und wollen etwas erleben oder etwas Neues lernen oder etwas für ihre Fitness tun. Ob das eine Tagesfahrt ist oder das Lernen einer Sprache oder Schreinern oder Yoga. Es gibt viele Möglichkeiten, sich ein richtig schönes Leben im Alter zu machen. Und genau dafür gibt es das Maria-Seltmann-Haus.“

Programmheft am Limit angelangt

Mit 120 Seiten ist das Programmheft des MHS am Limit angelangt. Mehr Blätter ließen sich nicht mehr klammern, erklärte Meichner am Mittwoch bei der Präsentation. „Unsere Seiten sind bis zum letzten Millimeter ausgenützt, teilweise musste ich sogar Texte kürzen, damit ich sie unterbringe.“ Wie Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier versicherte, orientierten sich die Angebote am Puls der Zeit. Von der „Mobilität im Alter“ bis zur Hausband mit 1960er- bis 198er-Musik. „Einen Bassisten haben wir schon. Nun brauchen wir noch einen Keyboarder und Schlagzeuger.“

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Keine Einrichtung, die ähnlich erfolgreich arbeitet

Er kenne keine Einrichtung, die ähnlich erfolgreich arbeite, wie das Maria-Seltmann-Haus, erklärte Bürgermeister Lothar Höher. Hier werde all jenes abgedeckt, was der aktive Senior erwarte: Unterhaltung, Fitness, geistiges Training und Kultur. „Inzwischen haben wir rund 80 Teilnehmer pro Tag und über 300 Veranstaltungen im Jahr“, sagte Meichner. Wie sie festgestellt habe, kämen derzeit viele neue Leute dazu.

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Sonderveranstaltungen zur Demenzwoche

Mit Sonderveranstaltungen klinkt sich das MHS vom 18. bis 22. August in die Bayerische Demenzwoche ein. Am 27. August beteiligt sich die Einrichtung am zehnjährigen Jubiläum des Gehirnjogging-Treffs. Ein absoluter Trend: Das Thema „Mobilität im Alter“. Alles drehe sich um E-Bike und Auto. Tipps für kleine handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt verspricht „Wie bohre ich ein Loch in die Wand?“. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Franz-Grothe-Schule. „Musik aktiv erleben“ richtet sich an Menschen, die selber kein Instrument spielen, aber gerne Musik möchten.

Geistige Fitness

Neu sei auch die Aktion „Mit Bewegung die Gehirnleistung verbessern.“ Eine sehr spannende Sache, wie Meichner betonte. Das Thema „Gedächtnis“ beschäftige die Menschen immer mehr. Vor allem im fortgeschrittenen Alter belaste viele Menschen, dass der Kopf nicht mehr so richtig funktioniere. Man könne sich keine Namen mehr merken, vergesse Termine, könne sich nicht mehr konzentrieren. „Peter Dehling als Neurochirurg hat sich intensiv mit diesem Thema im Zusammenhang von körperlicher und geistiger Fitness beschäftigt.“

Kurs gegen Depressionen

Ferner im Angebot: Morgenmeditation, Entspannung, autogenes Training. Im Sprachbereich bietet das MSH einen Französischkurs mit Jerome Vezard an. Nach wie vor boomt der Bereich Smartphone für Einsteiger. Aber auch Themenbereiche wie Rückenproblem, Homöopathie und Naturheilkunde. Die Seniorenfachstelle bietet den Kurs „Depressionen – Wenn die Freude verloren geht“ an. Das Erzählcafé wirft den Blick zurück in die 1970er Jahre. Angeboten werden Weißwurstfrühstück, Weinfest, Adventsnachmittag und Weihnachtsfeier mit den Line-Dance-Gruppen.

Alpaka-Wanderung

Das Programm weist auch hin auf eine Schwammerlwanderung mit Norbert Griesbacher, eine Exkursion ins Lerautal und eine Alpaka-Wanderung. Seniorenbeiratsvorsitzender Peter Klein wird mit Oberbürgermeister Jens Meyer den Wittgartendurchstich besichtigen. Und Tagesfahrten führen nach Bayreuth, Westböhmen, München, Schloss Guteneck und Regensburg. Nähere Informationen unter www.maria-seltmann-haus.de.