Sie lebt seit Jahren in der Region und ihr Papa Peter Mick spielt beim Gesang- und Musikverein Lambsheim (GMV) die Tuba. Dadurch wurde die Verbindung zu den 400 Kilometer entfernten Musikfreunden hergestellt.

Großes Orchester – gemeinsam musizieren

Knapp 40 Musikerinnen und Musiker aus dem Rhein-Pfalz-Kreis waren vergangene Woche für vier Tage in die Grenzlandgemeinde nach Waidhaus gekommen, um ihre Freunde vom Musikverein Waidhaus zu besuchen. Dialekt hin oder her – alle hatten sich sofort verstanden, denn „Musik spricht nur eine Sprache“.

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Am vergangenen Samstagabend stand eine abendliche Serenade unter dem Slogan „Gemeinsam musizieren“ des Vereinsorchester Waidhaus unter der Leitung von Hermann Mack zusammen mit dem Musikverein Lambsheim unter dem Dirigat von Alexander Petry auf dem Programm. Schnell konnte man erkennen, dass die Leidenschaft zur Musik beide Gruppen bei nur zwei Proben den gemeinsamen perfekten Ton brachte.

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Charmante Moderatorin spricht „hochdeutsch“

Sehr charmant, souverän und sympathisch führte dabei Vera Stahl, selbstverständlich in „hochdeutsch“, damit auch die Gäste ihren Ausführungen folgen konnten, durch das Programm. Beeindruckend, mit welcher Klangfülle die rund 60 Musikerinnen und Musiker den Schulhof, wo normal Mädchen und Buben wortgewaltig ihre Schulpausen verbringen, mit musikalischen Genüssen erfüllten.

Musikalische Reise – New York – Paris – London – Böhmen – Deutschland

Stahl nahm die vielen Zuhörer, die vom Musikverein auch kulinarisch versorgt wurden, als Reiseleiterin mit auf eine Reise durch die Welt der Musik, bei der das Thema Frieden immer wieder im Fokus stand. Das große Musikorchester entführte dabei die Besucher in die USA, spielte das Liberty Bell, die Glocke ist dabei das Symbol des Friedens.

Gemeinsam ging man unter der Leitung von Mack in New York musikalisch spazieren. Bereits hier zeigte sich, dass die beiden „Pfälzer Musikgruppen“ optimal harmonierten und die Zuhörer den Takt schnippten. Mal gewaltig, mal zart intonierten die Protagonisten in Begleitung des leicht wehenden Waidhauser böhmischen Windes, der in den Schulhof wehte.

Bei „Guardians oft the Galaxy“ stieg der Gastdirigent Alexander Petry in das Geschehen ein und führte musikalisch durch diesen Fantasiefilm. Mittlerweile war man in der Stadt der Liebe in Paris angelangt, dabei prallten französischer Kaffee und Croissants in den Musikstücken auf Grillfleisch, Bier und Bratwürste welches an diesem Abend genüsslich gereicht wurde. Viele der Melodien „Wie schau mich bitte nicht so an“ waren bekannt.

Die rauchige Stimme von Amy Winehouse wurde beim musikalischen Besuch in London vom Orchester in Erinnerung gebracht. Schließlich war man wieder in der Heimat, in Deutschland, angelangt. Skandal im Münchner im Sperrbezirk, „Ohne Dich“ der Münchner Freiheit oder auch der Sternenhimmel von Hubert Kah waren unter der Leitung von Petry zu hören.

Böhmischer Traum

Beim „Böhmischen Traum“ blickte man kurz in das böhmische Nachbarland und in freudige Zuhörer, die es ab da nicht mehr auf ihren Plätzen hielt. Selbstverständlich gab es bei dieser gelungenen Serenade auch einige Zugaben wie die Vogelwiese, auf der der Franz geht.

Die Waidhauser Musikvereinsvorsitzende Simone Dietl versprach, nächstes Jahr beim Gegenbesuch in Rheinland-Pfalz dieses musikalische Erlebnis zu wiederholen. Ihre humorvollen und spontanen Ausführungen beim Austausch von Geschenken erfreuten die Musikfreunde aus Rheinland-Pfalz und die amüsierten Besucher.