Ein Komponist wie Max Reger geht in diesem Jahr in Weiden immer. Aber nicht nur seine Musik stand am Samstag auf dem Programm. Auch aus der Feder eines Barockkomponisten und eines Tonsetzers der Hochromantik stammten Stücke, die Kantorin Anna-Magdalena Bukreev von St. Michael mit leidenschaftlicher Hingabe, akkordisch, stimmig und teils recht virtuos auf der Eisenbarthorgel in der Josefskirche interpretierte. Die musikalische Mittagsandacht, zu der der Förderverein für Kirchenmusik von St. Josef eingeladen hatte, erfreute sich einmal mehr zahlreicher Besucher.

Musik nach dem Zwölf-Uhr-Läuten

Ausgepackt wurden gleich zu Beginn zwei Werke von Johannes Brahms. Dessen Musik erklang unmittelbar nach dem Zwölf-Uhr-Läuten. Die Meisterorganistin aus der evangelischen Nachbargemeinde spielte von ihm das Präludium und die Fuge a-Moll sowie das Choralvorspiel „O Gott, du frommer Gott“, das posthum von Brahms Erben dem Verlag übergeben wurde.

Advertorial ohne Button, ohne Markierung, ohne Background
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial

Zwischen den beiden Werken las Sprecherin Simone Spiegler aus dem Buch Jesajas „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“. Die Organistin zelebrierte dann voller Inbrunst die wechselnden tonartlichen Beleuchtungen des Reger-Intermezzos op. 59, Nr. 3.

#1 beispiel full

Reizvolle Klangwirkung

Das Evangelium nach Matthäus „Ist dein Auge böse, weil ich gut bin“ stimmte nachdenklich, weil hier der „Boss“ einem Stundenarbeiter denselben Lohn zukommen ließ, wie all den übrigen Arbeitern, die den ganzen Tag über für ihn geschuftet hatten. Von Johann Sebastian Bach stammte schließlich das großangelegte Werk „Concerto a-Moll BWV 593“, dem Bukreev auf geschickte Weise eine sehr schöne und reizvolle Klangwirkung abgewinnen konnte.