Im Jahr 2014 hatten sich „Red Moon“ als Trio gegründet. Damals mit Günter Kuran und Karl Hecht (Gitarre) sowie Heinz Hertel (Bass). Ein Jahr später stieß der Buesharper Wyman Zitzmann zur Gruppe. Alle beteiligten Musiker haben in ihrem Musikerleben schon viele Bühnen gesehen. Mit der Band „Fight Coers“, der „Wyman Blues Band“, den „Hooligans“ oder der Soul-Formation „RoadHouse 7even“. Am Freitagabend spielte das Quartett auf der „Live Stage“ im Biergarten des „Parapluie“.
Temptatons-Nummer auf Oberpfälzisch
„Mei Voder wor a wuida Hund.“ Solche Interpretationen seien oftmals nur spontane Geschichten, erklärte Günter Kuran, der Kopf der Band. „Da fällt dir plötzlich ein Blödsinn ein und den Faden spinnst du dann weiter.“ Denn die Oberpfälzer Übersetzung des Temptations-Klassikers „Papa was a Rolling Stone“ war wahnsinnig gut. Auch was das Gitarrenquartett mit rhythmischer Begleitung aus dem Motown-Sound machte. „Im Original würden 15 Mann auf der Bühne stehen mit einer satten Bläserfraktion, dass es nur so raucht.“ Auch der Gesang sei drei- bis fünfstimmig. Das musste er mit seinen „Red Moon“ erst mal hinkriegen.
Blues-Klassiker und Soul-Titel
Gar nicht abgelenkt vom OTV-Kamerateam, das am Freitagabend eine Reportage über die „Live Stage“ und das Drumherum im „Kulturbahnhof“ drehte, zogen „Red Moon“ ihr Ding durch. „Man wird ohnehin ständig vom Publikum beobachtet. Da macht einem die Kamera mehr auch nichts mehr aus.“ Die Band fühle sich sowieso eher als Stammtisch mit Musik. „Mehr als fünfmal im Jahr treten wir nicht auf.“ Draußen? Drinnen? „Beides hat seinen Reiz. Hier draußen im Biergarten sind natürlich viel mehr Besucher. Die Stimmung ist toll. Und wir hatten endlich wieder Glück mit dem Wetter.“ Unter den Gästen waren auch zwei Besucher aus Sidney/Australien. Es war ein Konzert mit möglichst wenig Technik, mit Blues-Klassikern und netten Soul-Titeln. Gespielt wurden Songs von „Superstition“ bis „Come Together“. Auch einige Eigenkompositionen waren darunter.
Am 25. August auf OTV
OTV zeigt die Reportage rund um das „Parapluie“-Konzert übrigens am 25. August im Rahmen der „Kulturfreitag“-Reihe.

