Mit Strahlenkranz auf dem Haupt, Reifenrock, engem hautfarbenen Body und High Heels betrat sie unter der Ankündigungsmusik „Hier kommt die Sonne“ die Bühne, um sich nur wenige Momente später auf ihren goldenen Thronsessel zu räkeln. Kaiserin Stasi die Erste (Eine Kombination aus Stalin und Sisi), ist seit zwei Jahren Herrscherin über Österreich und Ostdeutschland mit ihrem Generalsekretär Angela Merkel. Sie erzählt von ihrer Herrschaft, dass Menschen in ihrem Reich wieder Aufgaben übernehmen, die im Westen von Geräten und Maschinen erledigt werden.

Das Thema Sex kommt an diesem Abend wahrlich nicht zu kurz und zieht sich durch das gesamte Programm wie ein roter Faden. Manchmal auch ein bisschen derb, doch die Mehrheit der Besucher findet es nicht anrüchig oder brüskiert sich darüber. Die Kaiserin sammelt männliche Jäger und ist alles andere als monogam.

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Spagat zwischen Anmut und Unmoral

Schonungslos und ohne Hemmungen schafft Eckhart immer wieder mit viel Raffinesse den Spagat zwischen Anmut und Unmoral. Sie haut frech mit dem verbalen Hammer drauf, egal ob der deutsche Piefke, die Generation zwischen 20 und 30, die Politik oder der Papst und die Kirche. Die junge Monarchin erteilt Erziehungsratschläge „Erziehung darf kein Muster haben, nur so erzieht man Musterknaben“, „Ich peitsche mit dem Zuckerbrot“ und berichtet unverblümt von ihren Irritationen beim ersten Mal mit einem beschnittenen Mann.

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Sie sprach von der Verteidigungsunfähigkeit der deutschen Bundeswehr („Vom Lastenfahrrad in den Leopard“) und erklärte das aus der Mode gekommene Spiel Völkerball als Vorreiter für Mobbing, ein Wort, das sich anhöre, als würde man Aerobic mit Putzbewegungen durchführen.

„Gewagt und polarisierend“

Lisa Eckhart sparte auch nie mit Selbstironie („Oben ohne ist bei mir schwierig ohne Oben, „ich stamme aus einfachen Verhältnissen, von denen hatte meine Mama viele“) und beendete ein fulminantes Programm mit zwei Schüssen vom Generalsekretär Merkel, der/die ihre Abdankung als Kaiserin inszenieren sollte.

Der Großteil der Zuschauer war voll des Lobes „Nichts für zart besaitete Zeitgenossen und Moralapostel, aber mir hat es gut gefallen“ oder „sehr gewagt und polarisierend, aber so mögen wir ja auch unsere Lisa“, „mich hat es ein paar Mal fast vom Sitz gehauen“ waren nur einige O-Töne aus dem Publikum.

Lisa Eckhart gibt am 20. Februar in Bayreuth in der Oberfrankenhalle) und am 9. Mai im Audimax in Regensburg erneut ein Stelldichein.

Karten gibt es hier.