Nur der hervorragende Ruf des Jazz-Zirkels in der Szene machte es möglich, dass das „Sunna Gunnlaugs Trio“ am Freitagabend Station in Weiden machte und im „Bistrot Paris“ sein einziges Konzert in Deutschland gab. Die Formation wurde auf ihrem Weg nach London abgefangen, wo das Icelandic Jazz Trio um die Pianistin Sunna Gunnlaugs für Montag gebucht ist.

Danach geht es für die drei Musiker zurück auf ihre Nordmeerinsel zu den Vulkanen, Walen und Geysiren. Es mag sein, dass die Komponistin gerade in diesem Umfeld die Kraft für ihre Musik findet.

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Eigene Erfahrungen und Gefühle verknüpft

Ihren Zugang zum zeitgenössischen Jazz hatte Gunnlaugs allerdings über ein Album von Bill Evans gefunden. Inzwischen präsentiert sie ihre Art der Jazz-Interpretation auf zwölf Alben. Es handelt sich um Stücke, die eine völlig eigene Sprache sprechen und gerade deshalb für den großartigen Modern Jazz aus Island stehen. Stilistisch sucht sie die Nähe zu Jazz-Größen wie Evans, Keith Jarrett oder Bobo Stenson, den skandinavischen Star-Pianisten. Dabei entspringt ihre eigene Musik, in der sie ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle verknüpft, aus tiefster Aufrichtigkeit.

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Isländischer und afroamerikanischer Jazz

Das Publikum lauschte seidenweichen Klängen, die sich im fortsetzenden Flow mit dem Bassisten Kollegen Thorgrimur Jonsson und dem Schlagzeuger Scott Mclemore zu wahren dynamischen Prozessen entwickelten. Gunnlaugs verband auf der Bistrot-Bühne talentiert isländischen mit afroamerikanischem Jazz. Das hervorragende Klavier-Trio holte die zahlreichen Zuhörer ab und nahm sie mit auf eine melancholische, lyrische und gleichsam zupackende, durch und durch jazzige Reise in den hohen Norden.