„Sagen und Myhten haben nicht nur das Leben unserer Vorfahren geprägt, sondern auch unsere ganze Gegend“, so der Autor und Künstler Ernst Umann bei der Präsentation seines neuen Buches. Es war kein gewöhnlicher Abend in der Event-Scheune beim Brucksaler. Ein besonderer Glücksgriff für diesen Abend wurde auch die Cellistin Kinga Schröder aus Wiesau. Sie hatte Suiten für Cello von Johann Sebastian Bach ausgewählt und zauberte die perfekt zum Thema passende Stimmung in den Raum. „Wir wollten wieder einmal etwas Neues ausprobieren, wofür die Kulturfreunde Lobkowitz ja seit Jahrzehnten bekannt sind“, so Bernhard Knauer.

Ohne Schönwerth geht wenig

Kulturfreund Reinhold Zapf war es vorbehalten, das neue Buch vorzustellen. Gewürdigt wird natürlich der Oberpfälzer Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth, aus dessen Sammlung ein gewichtiger Teil der Sagen stammt. In diesem Zusammenhang wird auch ein Schreiben des Neustädter Nagelschmieds Jakob Grader an Schönwerth wiedergegeben. Aus weiteren Quellen wie der Pfarrchronik, den Aufzeichnungen von Heimatforschern wie Piehler oder Brenner-Schäffer hat Umann Beiträge mit Bezug zu unserer Heimat entnommen.

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„Aber all das wäre nichts Besonderes oder Einmaliges. Zudem macht es erst unser Künstler Ernst, der alle Beiträge mit beeindruckenden Bildern illustriert hat“, so Zapf. Die mal schaurigen, mal mystischen, aber immer zum Inhalt passenden Bilder würden zum einen die hervorragende Malkunst, zum anderen das Einfühlungsvermögen in die Sagen und Geschichten zeigen.

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Jedes Bild ist gut durchdacht

Ernst Umann hatte für den Abend zehn Bilder aus seinem Buch ausgewählt, das er auch den Besuchern näher erläuterte. Dabei erklärte er nicht nur den Hintergrund von so mancher Sage, sondern auch deren Bedeutung für die damalige Zeit. „Vieles, was in diesen Sagen und Geschichten erzählt wird, hat mit dem Glauben der Leute, ihren schrecklichen Erfahrungen aus Kriegszeiten oder den harten Witterungsbedingungen in der Oberpfalz zu tun. Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, unter welchen harten Lebensbedingungen unsere Vorfahren leben mussten.“

Jedes Bild in dem neuen Buch ist speziell für die jeweilige Geschichte entworfen worden. So rudert ein Gondoliere seinen Kahn, vollbeladen mit Gold und Edelsteinen, entlang der Neustädter Häuserfront, sitzt die Drud auf der Brust eines armen Wesens oder wurde am Rabenbrückerl eine Diebin an einem Baum aufgeknüpft. Teilweise natürlich makaber, aber die Zeit war nicht immer so wie heute.

Ein ganz besonderer Abend

Der Buchautor verstand es ausgezeichnet, seine Gedanken zu den einzelnen Bildern nachzuzeichnen und auch die Auswahl der Farben dazu zu erläutern, die der Stimmung noch Nachdruck verleihen. So entstand ein Sagenbuch mit Geschichten aus Neustadt und Umgebung, das für viele Jahre ein Zeichen setzen wird. Zahlreiche Besucher des Abends ließen es sich natürlich nicht nehmen, ein Buch vom Autor persönlich signieren zu lassen.