Ein Konzert nicht nur zum Zuhören, sondern zum Mitmachen gab der Gospelchor „Hope & Joy“ aus Weiherhammer nun in der Grafenwöhrer Stadthalle. Lokalmatadorin und Sängerin Irmi Ohla forderte die 400 Gäste zu Beginn auf: „Macht mit, stampft auf dem Boden, klatscht – Just have fun.“ – Habt einfach Spaß.
Und so legte der Chor los. Besinnliche Balladen wechselten sich mit groovigem Soul ab. Darunter waren bekannte Songs wie „Amazing Grace“ oder „This little Light of mine“. Der Chor legte in typischer Manier vor, wie man es aus einem typischen amerikanischen Gospelgottesdienst oder dem TV kennt. Die Texte sind religiös gehalten und beschäftigen sich größtenteils mit dem Glauben an Gott. Begleitet wurde der Chor am Keyboard von Mäx Braun.
Das Eis musste brechen
Trotz der Aufforderung zum Mitmachen dauerte es dann ein wenig, bis das Publikum auftaute. Filmten viele anfangs mit ihrem Handy mit und standen nur vereinzelt auf und klatschten mit, wurde die Stimmung im Laufe des Konzerts immer besser. Am Ende wippte dann die gesamte Halle mit und erfreuten sich an den Rhythmen. Darunter waren auch Bürgermeister Edgar Knobloch und Oberst Kevin A. Poole mit ihren Frauen Gabi und Patricia, die es auch nicht mehr auf ihren Stühlen hielt.
Nicht nur den Großen gefiel die Vorstellung – auch die Kleinsten machten den Platz vor der Bühne zur Tanzfläche. Chorleiterin und Frontsängerin Remona Fink war voll in ihrem Element und verließ für die letzten Lieder die Bühne, um den Kontakt mit dem Publikum zu suchen.
Verlängerung durch die Liebe zur Musik
Dabei verriet sie dann auch nach der über 90-minütigen Vorstellung: „Eigentlich wollten wir kürzer machen. Aber es hat so viel Spaß gemacht, dass wir einfach verlängert haben.“ Bemerkenswert: Trotz vollem Körpereinsatz zog „Hope & Joy“ ihr Konzert ohne Pause durch.
Nach der tollen Performance rief das Publikum natürlich nach einer Zugabe. Fink und ihr Team ließen sich nicht lumpen und legten mit „Oh Happy Days“ und „Lean on me“ noch einmal zwei berühmte Lieder auf. Durch die Übertragung des Textes auf Deutsch und Englisch auf eine große Leinwand sang das Publikum spätestens da die Zeilen mit.

