Ein kirchenmusikalisches Erlebnis besonderer Art, das noch lange bei den überaus dankbaren Besuchern nachwirken wird. Sie spendeten am Ende des Konzerts frenetischen Beifall. Die Handschrift der ausgewählten Programmgestaltung durch Kantor Andreas Kunz war unverkennbar. Werke von Max Reger, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus, Franz Schubert, Felix Mendelsohn, Cesar Frank, Camille Saint-Saëns, Herlinde Grobe und Johannes Brahms wurden von künstlerischer Qualität durch die Interpreten aufgeführt.
Königin der Instrumente
Alle Vorträge hatten höchste musikalische und gesangliche Kunst, was das überaus dankbare Publikum mit Beifall zu erkennen gab. Hildegard Zoltziar glänzte mit ihrer kristallklaren, einfühlsamen Sopranstimme, während sich Winfried Siller, ebenfalls erstmals in Floß, als exzellenter Solist auf der Violine vorstellte und zu beeindrucken wusste. Mit Pfarrer Wilfried Römischer brillierte ein Vortragender durch einzigartige Rhetorik. Ebenso seine Frau Erika.
Die vorgetragenen Texte durch Evangelium und Erzählungen – Ich bin krank geworden – wirkten überaus wohltuend auf die Besucher. Ein mehr als einstündiges Zusammenspiel, das dem Konzert eine ausgezeichnete Note einräumte. Pfarrer Römischer und die Leiterin des Neustädter Hospiz, Susanne Wagner, begrüßten das musikliebende Publikum. Den Einstieg machte Kantor Andreas Kunz (Orgel) mit dem „Te Deum“ von Max Reger und mit der Romanze „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger unterstrich der Kirchenmusiker seine hervorragende Qualität an der Königin der Instrumente.
Publikum feiert die Auftritte
Einfühlsam und vollendet im Vortrag durch Orgel, Violine und Gesang „Die Ehre Gottes“ von Ludwig van Beethoven und das „Laudate Dominum Vesprae solemnes de confessore KV 339“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Der erste Teil des Konzerts rundete sich mit dem „Ave-Maria“ von Franz Schubert, „Sei stille dem Herrn“ von Felix Mendelsohn Bartholdy sowie dem „Panis angelicus“ von Cesar Frack ab. In der Lesung war zu hören, dass „Sterben nur ein Umzug“ ist.
Die Aufführungen auf der Empore setzten sich abschließend vor dem großen Altarraum in der Kirche fort. Zur Aufführung kamen „Ich liebe dich“ von Ludwig van Beethoven, das zu Herzen gehende „Und dann schauen mich zwei große blaue Kinderaugen an“ von Herlinde Grobe und das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms. Die Interpreten zeigten ihr ganzes Können und begeisterten mit ihren künstlerischen Vorträgen. Das galt auch für die beiden Zugaben „Guten Abend, gute Nacht“ und „Ein schöner Tag“, die geradezu beim Publikum gefeiert wurden.

