Die Blaskapelle Seebarn hingegen wurde 1973 aus einer Idee von Franz Kirchberger zum Leben erweckt. Er „schnappte“ sich Jugendliche aus der Umgebung mit der Überzeugung, eine Blaskapelle zu gründen.

Instrumente konnte sich die junge Truppe nicht leisten, hierfür kam Jagdpächter Hartinger zu Hilfe. Auf dessen Firmenspeicher lagerten zahlreiche Musikinstrumente, die er den Seebarnern zur Verfügung stellte. So viel zur Entstehung beider Blaskapellen. Und so können die Neukirchner Blasmusik St. Martin und die Blaskapelle Seebarn dieses Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Diese Jubiläen wollen beide Blaskapellen gebührend feiern.

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Doppeltes Pattenbitten

Da das Feiern bekanntlich alleine keinen Spaß mache, wolle man die seit mehr als 40 Jahren bestehende Partnerschaft aufs Neue bekräftigen. Die Patenschaft und vor allem die Freundschaft der beiden Kapellen gehe weit über das musikalische Interesse hinaus. Aus diesem Anlass habe sich die Blaskapelle Seebarn nach Neukirchen begeben, um die Patenschaft anzutragen. Auch im Gegenzug stellten die Neukirchner ihre Bitte an die Seebarner.

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Es fand sozusagen am Abend des Fronleichnamstages ein doppeltes Patenbitten in Neukirchen statt, informierte Moderator Hans Mulzer eingangs. Sogleich marschierte die Neukirchner Blasmusik unter der Leitung von Gerald Bink die Kramergasse bis zum ehemaligen Schulhaus von der einen Seite herauf und anschließend kamen von der anderen Seite die Seebarner unter der Leitung von Doris Drexler. „Servus Neukirchner Blasmusik zu eich sama kumma, wir ham einen ganz schön weiten Weg af uns gnumma, um unsere bestehende Kameradschaft zu pflegen. Zu eich kumma san ma natürlich niat ohne Grund. Wir feiern im August 50igsten Geburtstag und da solls gehen rund. Für das Fest wollma euch die Patenschaft antragen“, sagte Konrad Schmid von den Seebarnern.

Bravourös gemeistert

Vorsitzender der Neukirchner Josef Rester erwiderte: „Zum Patenbitten seids ihr heit kumma und a Fest wollts feiern im Summa. Des basst ja guat uns geht’s genauso, wir warn am End des Jahres mit unsrem Jubiläum dro. A wir braucha jemanden an unsrer Seit, der bei Arbeit und beim Feiern sucht niat des Weit. Auf eich hamma bis jetzt immer zähln kinna, mit so an Paten konn ma eigentlich nur gwinna“, so Rester. So fragte auch Rester die Seebarner, ob sie ihre Bitte annehmen.

Doch so schnell ging es dann auch wieder nicht, denn zuerst mussten Prüfungen in Form von Spielen gemeistert werden. Die Seebarner durften eine Instrumentenolympiade absolvieren. Die Aufgaben bestanden darin, Luftballone zum Platzen zu bringen. Tennisbälle, mit dem Notenhalter an der Klarinette durch einen Slalom zu navigieren oder mit der Trommel einen Tennisball zu spielen. Nachdem die Seebarner die drei Aufgaben bravourös erledigt hatten, waren die Neukirchner an der Reihe.

Große Pläne

Neun Musiker von ihnen erhielten jeweils eine farbige Glocke und sie mussten drei Melodien nicht nach Noten, sondern nach einem Farbschema spielen und die Melodien auch erkennen, was auch ihnen gelang. Nachdem beide Kapellen ihre Aufgaben zur Zufriedenheit aller erfüllt hatten, wurden die Bitten gegenseitig angenommen und die Urkunden von Josef Rester und Konrad Schmid unterzeichnet. In Seebarn wird am 10. August ab 17 Uhr mit einem Sternmarsch und anschließenden Stimmungsabend mit den Perlhütter Musikanten gefeiert.

Am Sonntag folgt um 14 Uhr ein Sternmarsch und mit der Neukirchner Blasmusik sowie Bertzhofer Blech klingt das Fest am Abend aus. In Neukirchen ist am 7. Dezember ein Gedenkgottesdienst und Ehrenabend mit anschließendem gemütlichem Beisammensein im Gasthaus Schärl geplant. Zudem findet nächstes Jahr, am 5. Januar, eine Christbaumversteigerung statt, auch das legendäre Starkbierfest solle wiederaufleben und im Sommer 2025 sollen weitere Veranstaltungen folgen, wie Mulzer weiter informierte.

Zum Schluss dankte Josef Rester allen Beteiligten und begrüßte darüber hinaus Mitglied OB Andreas Feller mit Gattin Susanne, die 2. Bürgermeisterin von Seebarn Margit Reichl und Kaplan Johannes Spindler. Nachdem beide Kapellen gemeinsam zwei Stücke gespielt hatten, ging es in den Pfarrgarten, in dem das Patenbitten mit Brotzeit und Getränken zur Musik der Pistlwieser Wirtshausmusi weiter gefeiert wurde.