Früher, ja da war alles viel besser. Da gab es noch keine Wunderkinder, die schon im zarten Alter von drei Jahren in den Kitas schreiben und lesen konnten. „Wir haben für den Opa Zigaretten gedreht und die Bierflaschen mit den Zähnen geöffnet.“

Plötzlich fängt der Kerl an zu Bellen. Ein Hund aus der Nachbarschaft reagiert. „Oh, da hat einer geantwortet.“ Ein dackelähnliches Tier streift um den Biergarten. Hundeimitator Jochen Prang erschrocken: „Wirklich ein sehr großer Hund.“

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Ex-Punker mit Papa-Opa-Komplex

Beim Comedian ging auf der Kulturbühne im „Parapluie“ der Punk ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Prang war wirklich mal Punker, bevor er den grünrotgefärbten Irokesen-Haarschnitt und die Nietenjacke gegen Schwiegermamas Liebling austauschte. Im engen T-Shirt, leicht gelockt und frisch gekämmt sieht man ihm den Punkt heute nicht mehr an. Der Junge ist älter geworden.

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„Vater sein ist eine ultraanstrengende Angelegenheit.“ Eine kleine Portion Punk steckt noch drin in diesem Typen. Der Abend ist eine schonungslose Abrechnung mit dem Papa-Opa-Komplex samt Zubehör.

Authentisches Programm und viel Witz

Allerdings liegt dem Künstler auch sehr daran, sein Punk-Image im Rahmen dieser Stand-up Solo-Tour nicht über Gebühr zu strapazieren.Selbst wenn einige Stand-ups, wohl der langen Coronapause geschuldet, manchmal etwas aufgesetzt wirken, zeichnen die Geschichten den Alltag nach. Immer ehrlich und direkt.

Und das nimmt man ihm ab. Ihm, der die Vaterfigur am liebsten überspringen und gerne Opa werden will. Weil er dann endlich wieder gebraucht wird von seinen Kindern. Vor allem, wenn es darum geht, dass sich jemand um die Enkel kümmern muss. Das gute daran: „Als Opa hast du ein Rückgaberecht.”

Seit Jahren ist Prang fester Bestandteil der deutschen Comedy-Szene und tritt auch regelmäßig im Quatsch Comedy Club auf. Aktuell tourt er durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Skavaria liefert Funk und Reggae mit bayrischem Einschlag

Auf der „Live Stage“ im vollbesetzten „Parapluie“ hatten bereits einen Abend zuvor acht Mann und eine Frau von der Gruppe „Skavaria“ geglänzt. Die Regensburger Formation schaute dem Volk aufs Maul und mischte kräftig Ska und Reggae mit Funk.

Dazu gab’s bayerische Texte, fette, vogelwilde Bläsersätze und Balkansounds. Die Gäste hörten eine Mixtur aus vortrefflicher Musik und boarischer Mundart. Präsentiert wurde auch Material von der neuen, mittlerweile dritten Scheibe. Die wird „Kraut Fun Ding“ heißen. Angelehnt an das Crowdfunding, über das die Veröffentlichung finanziert werden soll.