„Fom“ ist hier übrigens richtig übernommen. Warum mit “F”? Keine Ahnung, aber egal. Die Protestanten ließen geistliches Liedgut in der Sakristei zurück, packten ihre Instrumente aus und spielten auf der auf der Live Stage des Kulturbahnhofs Parapluie in Weiden astreinen Rock und Pop von den 50ern bis in die 90er.
Interpretation frei Schnauze
Und dabei ließen sie ihrer Kreativität freien Lauf, selbst beim etwas langwierigen Einstöpseln ihres Instrumentariums nach der Pause. Vor allem spielte das Quintett Songs, die den Musikern selber gut gefielen. Auf originalgetreue Wiedergabe kam es ihnen gar nicht so sehr an. Vielmehr machten sie ihr Ding und interpretierten im freien Lauf drauf los. Dem Publikum gefiel das, was Armin Felten (Gitarre), Martin Simon (Bass), Stefan Thumm (Keyboard), Peter Pauckstadt (Schlagzeug) und Christian Stuhlfauth (Gitarre) im „Parapluie“ lieferten.
„Twist and Shout“, „Crocodile Rock“, „Pretty Woman“: Wie gesagt, die Songs hatten sich bereits in Falten gelegt, ähnlich wie der Talar der vier Herren, die selber nicht mehr zu den Allerjüngsten zählen. Es war eben ein Spaßkonzert der Band, die es in anderen Besetzungen seit nunmehr 20 Jahren gibt. Karriere? Nein danke! Ihre hauptberufliche Karriere ist ja schließlich am Altar. Den Pfarrern ging es am Freitagabend vor allem darum, Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen.

