Über die Grenze in das Nachbarland Tschechien führte ein gemeinsamer Ausflug der Kirchenchöre Tännesberg und Roggenstein nach Roßhaupt in die „Turmlose Kirche“, um einen Gottesdienst zu gestalten. Organisiert von Musiklehrer und Kirchenmusiker Heribert Kett trafen sich die Chöre vorher im Gasthaus „Zur Glashütte“ in Frankenreuth, wo bei Kaffee und Kuchen die ersten Kontakte geknüpft wurden und man sich näher kennenlernte.

Turmlose Kirche in Roßhaupt

Nach einer kurzen Fahrt über die Grenze zur sehr gepflegten Kirche, die nur mit einem Bild des Kirchenpatrons Wenzeslaus und dem Ortswappen ausgeschmückt ist, erfuhren die Sängerinnen und Sänger auch einiges über die bewegte Geschichte des Gebäudes, das Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde. Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges kam das Gotteshaus immer weiter herunter, wurde sogar als Heuschober verwendet und drohte einzustürzen.

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Beherzt nahmen die Einwohner die Renovierung in Eigenregie in die Hand und stellten die ursprüngliche Funktion als Gebetsort wieder her. Beizeiten werden dort Gottesdienste abgehalten, so auch jetzt, an dem zahlreiche ehemalige Heimatvertriebene extra anreisten. Im gut gefüllten Kirchenschiff zelebrierte Pfarrer Georg Hartl, der lange Jahre in Waidhaus seinen Dienst tat, den feierlichen Gottesdienst.

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Chorgemeinschaft umrahmt musikalisch den Gottesdienst

Die musikalische Umrahmung, mit Heribert Kett an der Orgel und Rudi Schneider als Dirigent, gestalteten die Kirchenchöre von Tännesberg und Roggenstein mit Teilen der „Greimhartinger Messe“ von Sepp Rubenbauer, modifiziert von Heribert Kett sowie der „Schuberth-Messe“. Das „Böhmerwaldlied“ als Schlusspunkt sang die ganze Gottesdienstgemeinde aus vollem Herzen mit.