Die Bürger scheinen zufrieden mit dem Kulturprogramm in Grafenwöhr. Durch die Online-Umfrage hat der Kulturmanager Pirmin Balk dennoch einige Inspirationen für Optimierungen bekommen. Doch auch die Mitglieder des Kulturausschusses haben einige Anregungen für ihn.
Baustelle stört Veranstaltungen
Die Verwaltungsgebäude werden gerade generalsaniert. Der Anblick der Baustelle dominiert die Optik des Marktplatzes. Das Projekt wird noch einige Jahre dauern. So mancher Stadtrat störte sich kürzlich am Adventsmarkt daran. Darum kam aus dem Gremium der Vorschlag für anstehende Veranstaltungen wie Annamarkt und den nächsten Weihnachtsmarkt einen neuen Standort zu finden. Möglicherweise könnte diese in der Unteren Torstraße oder am Marienplatz stattfinden. Das Kulturfest der Oberpfälzer vom 20. bis 23. Juni soll davon nicht betroffen sein. Balk erklärte: „Wir haben eine Zusage des Architekten, dass zum Nordgautag das Bild am Marktplatz nicht gestört sein wird.“
Zum 650. Jubiläumsjahr der Stadt gab es einst einen großen Silvesterball. Einige würden sich wieder so ein Event wünschen. Nach kurzer Diskussion war man sich aber im Kulturausschuss einig: Dies sollten Vereine oder der Stadthallenwirt ausrichten.
Kulturausschuss will wieder Kneipenfestival
Schon ein Wunsch in der Online-Befragung und nun vom Ausschuss war eine Wiederbelebung des Kneipenfestivals in der Alten Amberger Straße. Mit den Wirten sollen Gespräche geführt werden, ob diese so etwas auch wieder wollten.
Eines der Kennzeichen der Stadt ist die Stationierung der Rock ’n Roll-Legende Elvis Presley auf dem Truppenübungsplatz im Winter 1958/1959. Einst gab er sogar ein Konzert in der Micky Bar. Im Kulturmuseum gibt es eine Abteilung, die nur ihm gewidmet ist. Darum existiert schon länger die Idee einer Elvis-Gedenkstatue. Der Kulturausschuss will dies nun fokussieren: Balk soll einen geeigneten Platz auf städtischem Grund finden. Anschließend sollen Angebote von Künstlern eingeholt werden.
Kulturmanager will Terminkonflikte vermeiden
Stadträte hatten Bedenken wegen der Ballung von Terminen im Sommer. Balk antwortete ihnen: „Gerade die Wochen im Juni und Juli sind am Schönberg sehr beliebt. Oft haben wir keine andere Möglichkeit, wenn wir Vereinsfesten keine Konkurrenz machen sollen.“ Auch sei das Kulturprogramm für den Herbst noch nicht abgeschlossen – Es können weitere Termine hinzukommen.
Noch unsicher sind einige Projekte, die Balk sich vorstellen kann: Der Fußspurenpfad könnte saniert werden. Schon in anderen Orten beliebt, sind die Büchereitelefonzellen – auch eine Möglichkeit für Grafenwöhr. Die sogenannten „Willitürme“, die Wasserturmtafeln an den Ortseingängen, sollen vor dem Nordgautag neu gestaltet werden. Für die Vereine könnte die Stadt eine verleihbare Spülmaschine anschaffen. In einer Open-Air-Ausstellung möchte er Bilder von früher zeigen. Und trotz eines vollen Kulturkalenders hat er schon neue Ideen für Veranstaltungen: Ein Reservistenumzug, eine Filmvorführung im Museumsfoyer oder eine Rauhnachtswanderung mit den „Stoapfalz Deifln“ sind nur einige davon.

