Silvana und Thomas Prosperi unternahmen am Samstagabend als „Faltsch Wagoni“ auf der „Kulturbühne im Kulturbahnhof“ eine Zeitreise durch ihre 40-jährige Bühnengeschichte. Die beiden verbanden im „Parapluie“ ihre Erkenntnisse mit einer Reihe aktueller Themen.

Der Song „Load it down“ etwa widerspiegelte kritisch eine Bevölkerung, die heute alles online erledigt, aber mit all den Problemen, die damit zusammenhängen. Sie besangen das Schwanken des blauen Planeten. Aber auch, wie sich jemand in seinem riesigen SUV mit Kängurufängern durch den Großstadtdschungel kämpft, um die Kinder an der Schule abzuliefern.

Werbung
Advertorial mit Button
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial
mehr erfahren

Eine lebensbejahende Vergnügungsreise

Es ging dem Duo vor allem darum: Um Ballast abzuwerfen, um ein vier Jahrzehnte langes gemeinsames durch dick und dünn Gehen, um Songs und Wortkunst. Wenn „Faltsch Wagoni“ sich anschickten, ihren Ballast abzuwerfen, dann doch mit der Gewissheit, dass die aktuelle Lebensweise eines Entzugs bedarf, der zu einer lebensbejahenden Vergnügungsreise in die Zukunft aufbricht. Der Appell: Entschleunigung, Downsizen, Radius verkleinern, Wiederverwertung, weniger Arbeit, weniger Ausgaben, aber dafür mehr Leben.

#1 beispiel in-article

Lustvoller Gedankenswing

Die beiden Prosperis beschrieben aber auch, wie sie gelangweilt an der Reling eines Kreuzfahrtschiffes stehen, um einem Flüchtlingsboot zuzusehen. Es kam auch vor, dass der eine mit der Stimme des anderen sprach. Ein lustvoller Gedankenswing eben, aus einem Saitental der Überflussgesellschaft.

Klar, dass die Fans Zugaben wollten. Die gab es auch. Dann verabschiedete sich das Duo, das für ihren Auftritt nach Weiden extra aus Herrsching am Ammersee angereist war.