Das 456 Hektar große Gemeinschaftsjagdrevier des Marktes Floss geht in neue Hände über. Ab dem 1. April dieses Jahres übernimmt Wolfgang Krapf als neuer Jagdpächter die Verantwortung für die Hege und Pflege des Gebiets. Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft fassten diesen Beschluss in ihrer jüngsten Versammlung im Gasthaus „Weißes Rössl“.
Jagdpachtvertrag über neun Jahre
Im Rahmen der Zusammenkunft stimmten die Anwesenden einem neun Jahre laufenden Jagdpachtvertrag zu. Dabei wurden Vereinbarungen über den Jagdpachtpreis, die Zahl der Begehungsscheine sowie die Ausrichtung eines jährlichen Wildessens getroffen. Nach einer intensiven Diskussion konnte auch eine verbesserte Regelung für den Wildschadenersatz gefunden werden.
Anerkennung für die bisherigen Pächter
Besondere Anerkennung fand das Engagement der bisherigen Pächter Hans Max und Thomas Max. Ihre gewissenhafte Arbeit und der hohe Stellenwert, den sie der Hege und Pflege des Reviers beigemessen haben, blieben während ihrer Pachtzeit ohne jegliche Probleme. Hans Max wurde für seine langjährige Tätigkeit als Pächter seit dem 1. April 1968, davon seit dem 8. März 1977 als Alleinpächter, gewürdigt. Sein Sohn Thomas stieg am 1. April 2002 als Mitpächter ein. Zum Dank für ihr bisheriges Wirken wurde Hans Max als Anerkennung ein Begehungsschein für das neue Pachtverhältnis eingeräumt.
Die Entscheidung für einen neuen Pächter wurde möglich, nachdem der Bewerber Hannes Fischer sein Angebot, das er im Dezember 2023 unterbreitet hatte, zurückzog. Somit waren die Mitglieder der Jagdgenossenschaft in der Lage, das Revier ohne eine weitere Abstimmung oder die Aussetzung der Versammlung an Wolfgang Krapf zu vergeben.
Wolfgang Krapf betont die Wichtigkeit des Vertrauensverhältnisses
Wolfgang Krapf betonte gegenüber den Jagdgenossen, dass ihm eine gewissenhafte Hege und Pflege des Jagdreviers sehr am Herzen liege. Er möchte das bereits bestehende gute Vertrauensverhältnis zwischen Pächter und Jagdgenossen weiterführen. Auch Hans Max hob in seinen Dankesworten das über Jahre hinweg gute Vertrauensverhältnis hervor und bezeichnete die Jagdausübung als seine Lebensaufgabe.
Das Jagdgebiet bei Floss wird durch den Wechsel in der Pächterschaft eine Fortführung der gewohnten Traditionen mit gleichzeitig neuen Impulsen erleben. Die Vereinbarungen innerhalb der Genossenschaft und die kooperative Übergabe des Reviers zeigen die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Engagements und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.

