Tirschenreuth. Bereits zum achten Mal traf sich das Forum Frühe Hilfen auf Einladung der Koordinierungsstelle Frühe Kindheit (KoKi) des Landkreises Tirschenreuth. Neben dem regelmäßigen Austausch der Fachstellen im Netzwerk Frühe Hilfen stand bei diesem Treffen insbesondere der Aufbau des Projektes Familienpaten in Tirschenreuth im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Zur Vorstellung des Modells Familienpaten konnten die Mitarbeiterinnen der KoKi Marianne Fütterer und Pia Kürschner die beiden Gastreferentinnen des Kinderschutzbundes Amberg-Sulzbach Brigitte Breitfelder und Birgit Peschke begrüßen. Sie erläuterten wie das Modell vom dortigen Kinderschutzbund praktiziert wird. Der Kinderschutzbund bildet die Familienpaten in drei Schulungsblöcken aus und begleitet sie auch während des Einsatzes in den betreffenden Familien.

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Zurzeit werden etwa 30 Familien mit 60 Kindern betreut. Meistens handelt es sich um Familien, die nicht auf Großeltern, Freunde, Bekannte oder Nachbarn zurückgreifen können. Ein Familienpate kann jemand sein, der diese Funktion erfüllt oder auch einfach mal zuhört, mitspielt oder sich mit den Kindern beschäftigt. Die Zeit können sich die Paten in Absprache mit den Familien selber einteilen, es sollte jedoch grundsätzlich ein Ehrenamt bleiben. Programmkoordinatorin Birgit Peschke erläutert:

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Das Alter spielt bei der Person des Familienpaten keine Rolle, vielmehr steht das persönliche Engagement und die Bereitschaft, anderen Menschen Zeit zu schenken im Vordergrund.

Bei den Teilnehmern bestand Einverständnis darüber, dass Familienpaten auch im Landkreis Tirschenreuth eine niederschwellige Hilfe für Familien sein können. Wie die genaue Ausgestaltung einmal aussehen kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Dies hängt sicher auch maßgeblich davon ab, ob es einen Träger geben wird, der dieses Projekt durchführt, ob Interesse daran besteht und ob sich engagierte Paten finden.

Enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen der KoKi mit dem Angeboten der Frühen Hilfen und der Gesundheitshilfe. Dr. Kurt Weber, Chefarzt bei der Gynäkologie des Krankenhauses Tirschenreuth, zeigte sich hier offen und gesprächsbereit. Es soll gemeinsam daran gearbeitet werden, Schwangere, Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern frühzeitig auf die Hilfsangebote und mögliche Unterstützung aufmerksam zu machen und diese für alle zugänglich zu machen.

Jessika Wöhrl-Neuber vom Familienzentrum Mittendrin Kemnath informierte abschließend über den Ausbau der flexiblen Kinderbetreuung. Ab Februar 2017 wird im Mittendrin ein Kurs für die Ausbildung zur Tagesmutter angeboten.