Am kommenden Samstag ist Weltladentag – der politische Aktionstag der Weltläden. Unter dem Motto „Schoki fürs Klima? Kauf ich euch ab!“ weisen mehrere hundert Weltläden auf die dramatische Situation vieler Kakaobäuer:innen hin.
Weltladentag: Ein Zeichen für Fairness und Klimaschutz
Den Auftakt bildet die Lenkungsgruppe der Fair-Trade-Town Weiden am Oberen Markt mit einem Informationsstand. Von 10 bis 13 Uhr weisen Installationen auf die prekären Arbeitsbedingungen bei den Paketlieferant:innen in Deutschland und im Kakaosektor in Afrika hin. „Auch wenn beide Themen auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen“, so Annette Rösel, Ladenverantwortliche im Weltladen Weiden, „weisen sie doch Gemeinsamkeiten auf: Sowohl die Beschäftigten im Lieferdienst als auch im Kakao-Anbau kämpfen um existenzsichernde Einkommen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.“ Zudem teilen beide das Thema „Klimabilanz“: Während vermehrte Postzustellungen die Klimabilanz verschlechtern, leidet die Kakao-Produktion massiv unter den Folgen der Klimaveränderungen. Unregelmäßige Ernten, vermehrter Schädlingsbefall und neue Pflanzenkrankheiten sind einige der Folgen, die dazu führen, dass sich die Situation für die Kakao-Bäuer:innen weiterhin verschlechtert.
Forderung nach fairen Kakaopreisen
Daher rufen Weltläden dazu auf, die Petition „Faire Kakaopreise jetzt“ des INKOTA-Netzwerks zu unterzeichnen. Diese fordert von den großen Schokoladenherstellern, Löhne zu zahlen, die deren Existenz sichern.
Die Petition sowie die Installationen und ein Quiz zum Thema Schokolade werden auch in der folgenden Woche zu den Öffnungszeiten im Weltladen weitergeführt und laden zum Unterschreiben, Anschauen und Mitmachen ein.
„Der Faire Handel der Weltläden zeigt, dass es auch anders geht“, so Rösel. „Die Kooperation mit Kleinbäuer:innen, die nach biologischen Richtlinien wirtschaften, sorgt für ein gesundes Pflanzenwachstum und ein intaktes Mikroklima. Zudem ermöglichen garantierte Mindestpreise und langfristige Partnerschaften ein langfristiges, gesichertes Einkommen.“
Nachhaltige Schokoladenproduktion
Die vielfältigen Schokoladen von Fair Africa sind ein Beispiel für nachhaltige und sozial verantwortliche Schokoladenherstellung – 100% made in Ghana.
Die Schaufenster-Installation weist auf problematische Themen im Kakao-Anbau und Lösungsansätze hin. Foto: Anja Ehren

