Dass der SPD-Generalsekretär Arif Tasdelen seine Feinde zur Verbannung ins oberpfälzische Weiden schicken würde, wie er in einem Frage-Anwort-Spiel des Fürther Magazins Marlen- News erklärt hat, erhitzt im CSU-Lager weiter die Gemüter. Jetzt meldet sich auch der Weidener Kreisvorsitzende Stephan Gollwitzer zu Wort. Er glaubt: „Eine Entschuldigung wird nicht genügen.“

Gollwitzer hat recherchiert

„Die heutige Berichterstattung und die Ausflüchte des SPD-Generalsekretärs Tasdelen kann ich nun nicht mehr nachvollziehen“, erklärt der Weidener CSU-Kreisvorsitzende und Stadtrat Stephan Gollwitzer am heutigen Vormittag. Grund dafür ist seine eigene Recherche. Auf Nachfrage bei der Chefredakteurin des Magazins Marlene-News ist ihm schriftlich bestätigt worden, dass weder eine redaktionelle noch eine inhaltliche Änderung am Interview Tasdelens vorgenommen worden sei. Marlene Quatro, die Chefredakteurin und Herausgeberin des Magazins hat das schriftlich bestätigt.

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Ausflüchte sind erfunden

Damit steht fest, so Gollwitzer weiter: „Die Ausflüchte des Herrn sind schlichtweg erfunden. Seine Antwort war klar und deutlich und lässt gar keinen Interpretationsspielraum zu. Das verärgert mich. Eine öffentliche Entschuldigung, wie bereits gestern gefordert, ist nun noch das Mindeste, was ich einfordere.

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Herr Tasdelen hat nicht nur die Stadt selbst beleidigt, sondern die Menschen, die Medien und damit auch den Gesamteindruck mit einer Falschaussage an der Nase herumgeführt“, wird Gollwitzer deutlich. Wahr ist, dass Herr Tasdelen einen ausgefüllten Fragebogen an das Magazin gegeben hat, der eins zu eins abgedruckt wurde. „Diese Entgleisung nun auch noch mit Schwindeleien und Falschaussagen korrigieren zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus“, poltert Gollwitzer.

Aussagen sind äußerst zweifelhaft

Zudem, so der CSU-Mann weiter, seien auch die Aussagen des SPD-Abgeordneten ,,zu den 90er Jahren äußerst zweifelhaft. Die CSU habe Ende des letzten Jahrhunderts unter der Führung von Hans Schröpf und dem damaligen Bayerischen Staatsminister Gustl Lang dafür gesorgt, dass die Stadt Weiden heute auf sich stolz sein kann. Gollwitzer spricht von Entscheidungen mit großer Tragweite und nennt die Umgestaltung der Fußgängerzone, die OTH, die Hans-Schöpf-Arena und den Bau der Thermenwelt. „Ohne diese – teilweise schwierigen – politischen Entscheidungen aus dieser Zeit, würde Weiden heute nicht so gut dastehen.“

Abschließend doch ein Angebot Gollwitzers: „Herr Tasdelen sollte nun ehrlich an der Aufarbeitung des Sachverhalts beitragen und seine Fehler eingestehen.“