Am Donnerstag sprach sie bei der Ver.di-Veranstaltung „Wege in die Rente“. Besonders die Pandemie habe Optimierungsmöglichkeiten geboten. So sei das Ergebnis nach langjähriger Arbeit nicht nur von der Höhe des versicherten Einkommens abhängig, sondern müsse auch den Zeitpunkt der Antragstellung und die Hinzuverdienstmöglichkeiten einbeziehen.

Diese machen den vorzeitigen Rentenbezug auch mit Abzügen attraktiv. Mit den in der Pandemie erhöhten Grenzen und Möglichkeiten können Abzüge mehr als ausgeglichen werden, so die Referentin.

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Böses Spiel in der Rentendebatte

Ein weiteres Anliegen kam bei der Veranstaltung zur Sprache. Die Gewerkschaften wehren sich gegen die Absicht, Jung gegen Alt auszuspielen und dabei die umlagegestützte gesetzliche Rente beständig in Zweifel zu ziehen. Es gehe in der Rentendebatte um die Menschen, die heute 30 Jahre alt sind.

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Während die gesetzliche Rente zwei Weltkriege und viele Krisen überstanden hat gleichen andere Versorgungssysteme eher einem Lotteriespiel, bei dem die Gewinner vorher schon feststehen. Deshalb müsse Schluss sein mit der Destabilisierung der Rente.

Das beste Ergebnis mit Beratung aus der Praxis

In der lebhaften Diskussion unter Leitung von Manfred Haberzeth zeigte sich dann auch wie wichtig Beratung ist. Wie sieht die Versorgung bei Scheidung aus, was bekommen Witwer oder Witwen, wie werden Kindererziehungszeiten behandelt? Auch die Frage der versicherungsfremden Lasten ohne Steuerausgleich war ein Anliegen.

Die Erkenntnis für eine Rente, von der man leben kann, war, dass Niedriglöhne und Zahlungen ohne Abgaben zur Sozialversicherung massiven Einfluss auf die Höhe haben. Deshalb müsse Tarifbindung zum Standard der Arbeit gehören. Dass Rentenvorträge auch in jede Betriebsversammlung gehören würden, war ein weiteres Fazit.