Beim Café „Zwischenstopp“ in der Weidener Kirchengemeinde Sankt Markus war Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz zu Gast. Rund 30 Gäste waren deshalb ins evangelische Gemeindehaus am Hammerweg gekommen. Sie steuerten eigene Erfahrungen bei.
Zunächst erläuterte der Sozialpädagoge und Gerontotherapeut den Unterschied zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein: „Das Alleinsein kann, je nach persönlicher Einstellung, auch als wohltuend empfunden werden.“ Einsamkeit sei eine subjektive Erfahrung:
Auch Menschen, die viele soziale Kontakte haben, können sich einsam fühlen, wenn bei diesen Kontakten die emotionale Tiefe fehlt.
Georg Pilhofer
Vor allem ältere Menschen, besonders Frauen, aber auch junge Menschen seien verstärkt betroffen.
Doch es gebe zahlreiche Wege heraus aus der Isolation. „Wichtig ist, dass man sich öffnet und nicht wartet, bis andere von selbst auf einen zukommen“, ermutigte Georg Pilhofer. Hilfreich sei, eine Tagesstruktur für sich zu finden und immer wieder nach draußen zu gehen. „Spazieren gehen, Sport machen und sich ein erfüllendes Hobby zulegen sind wunderbare Möglichkeiten, um aus der Einsamkeit heraus zu finden“, betonte er. Auch ehrenamtliches Engagement könne ein guter Weg sein. Ein erster richtiger Schritt: „Kommen Sie ins Café ‚Zwischenstopp‘!“
Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Ambulanten Gerontopsychiatrischen Verband Bayern und beim Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter.
Das Café „Zwischenstopp“ hat jeden Dienstagvormittag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Zu finden ist es im Gemeindehaus von Sankt Markus, Beethovenstraße 1 in Weiden.

