Die Gesellschaft, das Freizeitverhalten und Interessen haben sich geändert, zählte doch einst das Wandern zu einem richtigen Volkssport für Jung und Alt. Nicht so bei den Wanderfreunden Schwandorf, zwar bieten sie auch keine Wandertage mehr an, aber dafür lebt der Verein mit seinen 160 Mitgliedern noch und so konnte vor Kurzem der 50. Geburtstag gefeiert werden.

Hierzu konnte Vorsitzender Hans Müller unter den 140 Gästen auch Oberbürgermeister Andreas Feller, Altlandrat Hans Schuierer, den Patenverein Concordia aus Steinberg am See, wie auch die befreundeten Wandervereine aus Irrenlohe und Leonberg begrüßen und blickte eingangs auf den 26. März 1974 zurück.

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Bis zu 7000 Teilnehmer an den Wandertagen

Es war jener Tag, an dem 49 Frauen und Männer im Schützenheim an der Wackersdorfer Straße zusammenkamen, um die Wanderfreunde Schwandorf aus der Taufe zu heben. Die Gründungsversammlung leitete damals Harald Bikel. In dieser Zeit hatte das Wandern noch Konjunktur und so kamen zu den Wandertagen 7000 Wanderer aus nah und fern nach Schwandorf, was in den letzten Jahren nicht mehr wiederholt werden konnte, bedauerte Müller.

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Doch nicht nur Wandertage prägten das Vereinsleben, sondern ebenso vereinsinterne Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Osternestsuche für Kinder, Fahrten ins Blaue wie auch Vater- und Muttertagsfeiern, die den Zusammenhalt förderten. Summa Summarum waren es 34 Aktivitäten im Jahr, informierte Müller weiter in seinem Rückblick. Weil der Verein vor 50 Jahren kein Vereinsheim besaß, wanderten sie von Lokal zu Lokal. Der damalige Vorsitzende Heiner Jacobs beschloss 1985 ein Vereinsheim zu errichten. Mit Hilfe der zahlreichen Mitglieder und 4350 Arbeitsstunden konnte das Zuhause der Wanderer an der Wackersdorfer Straße vor dem Tegelschacht 1988 eingeweiht werden, erinnert sich Müller.

1987 gingen die Wanderfreunde Schwandorf mit Concordia eine Patenschaft ein und anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schwandorfer Wanderer schaffte man eine Standarte an, die unter anderem beim Volksfesteinzug stolz präsentiert werde.

„Gut zu Fuß – Gott zum Gruß“

Als Jacobs 2015 verstarb und nicht nur Trauer, sondern auch eine große Lücke hinterließ, trat Hans Müller aus der zweiten Reihe hervor und führt seither den Verein weiter. Denn Müller versprach damals schon seinen Vorgänger, dass er den Verein weiterführen werde. Und er hat es geschafft, trotz schwieriger Zeiten den Verein, nach dem Motto: „Gut zu Fuß – Gott zum Gruß“, weiterhin am Leben zu halten.

In seinem Grußwort lobte OB Andreas Feller das Engagement des Vereins, er hegte jedoch seine Zweifel, dass das Wandern wieder zu alter Stärke zurückkehren könne, denn viele Vereine hätten in der Gesellschaft nicht den Stand, den sie haben sollten. „Ich denke jedoch, dass die Vereine eine gute Zukunft haben werden und wünsche alles Gute für die Zukunft“.

Seit zwei Jahren hat der HTV Stamm Schwandorf im Vereinsheim der Wanderer eine Heimat gefunden und so wünschte auch dessen Vorsitzender Georg Spandl alles Gute und gratulierte zum Jubiläum und darüber hinaus zeigten sie einige Volkstänze. Neben Kaffee und Kuchen wurde ein Spanferkelrollbraten serviert und der Schwarzenfelder Bua Robert sorgte für Musik.

Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft

Sie erhielten eine Urkunde und die Anstecknadel in Gold:

Hans-Dieter Amann, Attila Hoffmann, Mathilde Hoffmann, Anita Jacobs, Hans Kammerl, Maria Kammerl, Josef Lehnerer, Karin Lehnerer, Hans Mösbauer, Harald Schwab, Hermann Sauerbeck, Jutta Spiegler, Georg Sieß, Veronika Sieß, Willi Wiefling und Max Widder.