Seit 1959 gibt es den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels – er ist eine der größten Leseförderungsinitiativen Deutschlands. Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen nehmen jährlich teil. Dabei sollen Kinder spannende Geschichten und die Freude am Lesen entdecken. Der Schirmherr des Projekts ist der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Ein Zitat der schwedischen Autorin Astrid Lindgren stellte Klassenleiterin Julia Roder dem Schulentscheid an der Grund- und Mittelschule Pressath voran. Es lautet:
Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.
Astrid Lindgren
Dieses Abenteuer meisterten zwei Kandidaten und zwei Kandidatinnen souverän. Am Ende konnte sich Elias Kneidl durchsetzen. Er überzeugte vor allem durch das lebendige Vortragen eines nicht geübten Textes.
Auch die weiteren Teilnehmer am diesjährigen Wettbewerb, Janina Monath, Felix Vogel und Lisa David erhielten für ihre gut vorbereiteten Textstellen und ihr sicheres Lesen großes Lob.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihr Lieblingsbuch kurz vorgestellt hatten, mussten sie eine dreiminütige Passage vortragen. Diese duften sie selbst auswählen. Dabei reichte die Bandbreite der vorgestellten Bücher von Jeff Kinneys „Gregs Tagebuch“ bis hin zu „Ghostgirl“ von Tonya Hurley.
In einem zweiten Durchgang standen sie dann vor der Aufgabe, eine Textstelle aus einem unbekannten Werk vorzulesen. Zur Jahreszeit passend hatte sich ihre Lehrerin für „Mein 24. Dezember“ aus der Flocki-Reihe von Achim Bröger entschieden. In dieser werden die Abenteuer eines kleinen Hundes thematisiert.
Die kompetente Jury bestand aus der Rektorin Ulrike Neiser, Doris Baumann von der Buchhandlung Bodner, Ursula Anzer von der Stadtbücherei Pressath, der Elternbeiratsvorsitzenden Ching Tan Hu und dem Lehrer Hans Walter. Sie legten bei der Beurteilung der Leseleistungen besonderen Wert auf die Lesetechnik, Textinterpretation und die Textauswahl.
Zum Abschluss lobte die Rektorin die Finalisten für ihren Einsatz und ihre gut vorgetragenen Texte. Als Belohnung erhielten sie Urkunden und Buchgeschenke. Der Schulsieger wird seine Fähigkeiten im Frühjahr 2024 beim regionalen Kreisentscheid unter Beweis stellen.

