„’Wie viel Katzen habt ihr?‘ ist eine Frage, die eindeutig am meisten gestellt wird“, sagt die Bäuerin Michaela Weigl. „Die Jungs vom Dorf interessieren natürlich auch immer unsere Bulldog-Marken oder ob uns all die Schwader der Maschinengemeinschaft gehören, die bei uns stehen“ fügt ihr Mann Alexander hinzu. Die Weigls führen dabei spielerisch durch ihr Programm „Rund um die Kuh“. Eine Kuh trinkt zehn Eimer Wasser am Tag oder das Kälbchen hat einen Ausweis (Pass) wie wir Menschen auch. Mit der Hofladen-Rally wird den Kindern veranschaulicht, wie viele Lebensmittel man tatsächlich regional einkaufen kann.
Kritische Besucher auf dem Bauernhof
Auch in den Sozialen Medien begeistert das Projekt: „Lernort Bauernhof wir finden das toll“, schreibt eine Followerin unter den Post zum Schulbesuch. „Die Kinder stellen gerade heraus auch gesellschaftlich kritische Fragen. Das Tolle daran ist aber, dass sie einem beispielsweise die Funktion eines Nasenringes in Ruhe erklären lassen und noch unvoreingenommen sind“, freut sich Judith Zeitler, die am Hof und bei Führungen mithilft. Im Tirschenreuther Raum wissen die Kinder, dass Kühe viele Farben haben können – aber nicht lila.

