Weiden. Katja Volpert-Greim, die neue Koordinatorin des ambulanten Hospizdiensts der Malteser ist keine Neue, denn sie engagierte sich bereits als ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Der Krankenschwester ist es wichtig, dass Schwerkranke und Sterbende nicht alleine sind, dass sie Begleitung erfahren und dass deren Angehörige entlastet werden.
Durch ihre Erfahrungen in der Eingliederungshilfe soll das Angebot um die Begleitung von Menschen mit Behinderung erweitert werden. Zum 01.12. nahm Katja Volpert-Greim als weitere Koordinatorin ihre Tätigkeit auf. Somit sind nun vier Koordinatoren tätig: Hildegard Haupt (Schwerpunkt westlicher Landkreis), Elke Lauterbach (leitende Koordinatorin des Hospizdienstes), Renate Buchfelder und Katja Volpert-Greim.
Die Koordination ist Ansprechpartner für Betroffene und Hospizbegleiter. Als Koordinatorin steht man für Beratung und Information rund um das Thema Sterben und Tod zur Verfügung. Im stationären Umfeld ist vieles bereits geklärt, aber zu Hause ist der Bedarf höher. „Oftmals geht es bei einem ersten Besuch durch die Koordination zu Hause zunächst darum ein individuelles Netzwerk für den Betroffenen und seine Angehörigen zu schaffen. In der Beratung werden Unterstützungs- und Entlastungsangebote besprochen. Es geht aber auch darum zu schauen welcher ehrenamtliche Begleiter zu den Betroffen und seinen Nahestehenden passt“, sagt Elke Lauterbach.
Unterstützung für 130 Menschen im Jahr
Anfragen erhält der Hospizdienst von Betroffenen, Angehörigen, Pflege- und Altenheimen, vom Klinikum, der Palliativstation und vom SAPV. Die 62 ehrenamtlichen Hospizbegleiter der Malteser in der Region Weiden-Neustadt/WN unterstützen pro Jahr rund 130 Menschen sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase. Das kostenlose Angebot legt seinen Schwerpunkt auf die psychosoziale Begleitung der Betroffenen sowie deren Angehörigen.
Zeit schenken
Die Lebensqualität des Kranken und Sterbenden ist das entscheidende Kriterium in der auf den ganzen Menschen gerichteten Betreuung.
Die Hospizbegleiter sind für die Menschen da, sie verschenken Zeit“
so Lauterbach. „Mal lesen die Begleiter vor, mal spielen sie ein Gesellschaftsspiel, ein anderes Mal hören sie einfach nur zu oder halten die Hand. Einfach Dasein. Dasein zum Zuhören, zum Reden, zum miteinander Schweigen und mit einem offenen Ohr für die Lebenssituation des Kranken und seiner Angehörigen“, erzählt Lauterbach weiter.
Sie bringen Zeit mit für Besuche, um miteinander über Vergangenes und Zukünftiges, über Ängste und Hoffnungen zu sprechen, um beim Abschiednehmen und auch beim Trauern in Form von Trauerberatung, Einzelbegleitung oder Gruppenangeboten Begleiter zu sein. Ein besonderer Weg durch die Trauer ist der von Kindern und Jugendlichen, die eine wichtige Bezugsperson verloren haben. Die Trauer von Kinder ist anders, weshalb sie leicht übersehen wird. Hier dient die Trauerberatung der Stabilisierung des jungen Menschen innerhalb seiner Familie, dem Versuch, mit Problemen in erträglicher Weise zu leben.
Ergänzt werden die Angebote der Begleitung durch persönliche Beratung zu Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung und Vorträgen.

