Der Teamleiter Bildung, Christoph Schrott, stellte den Teilnehmern den organisatorischen Aufbau und die wesentlichen Inhalte der Übungen vor. Schwerpunkt bildet das Training des Zusammenwirkens der Hilfsorganisationen. Authentisch werden dabei Einsatzsimulationen dargestellt. Sie sind so gestaltet, dass praxisnah Lärm, Geruch, Verletzungen, Gewaltsituationen in entsprechender Umgebung nicht nur gefühlt, sondern auch bewältigt werden müssen.
Der Referent verwies ausdrücklich darauf, dass es sich um kein Ausbildungsprogramm handelt, sondern um einen Lerncampus. Um die Ansprüche und Anforderungen noch besser erfüllen zu können, sind bereits erhebliche Erweiterungen am Standort im Gewerbegebiet Neuhaus geplant.
Einmalig in Europa
Der Freistaat ist mit 90 Prozent beteiligt und die Hilfsorganisationen mit 10 Prozent. Das Zentrum ist einmalig in Europa und wird demnächst noch erheblich ausgeweitet. Sowohl nach dem Vortrag als auch bei der Besichtigung gab es viele Nachfragen der Teilnehmer.
Wer ist eigentlich zuständig in Deutschland, wenn es zu Katastrophen kommt? Die Verantwortung liegt hier bei den Bundesländern und den Kommunen und hier gibt es die unterschiedlichsten Grundlagen, was offenbar oft Schwierigkeiten in der Praxis mit sich bringt. Vereinheitlichung wäre besonders bei Grenzen überschreitenden Einsätzen wichtig.

