Auf die Sorgfalt bei ihrer gefährlichen Tätigkeit geht der Leitspruch der Munitionsfachkundigen, in der Umgangssprache Feuerwerker genannt, zurück. Wie die Bergleute, Artilleristen oder weitere Berufsgruppen, die mit Sprengmitteln und gefährlichen Stoffen hantieren, stehen sie unter dem Schutz der Heiligen Barbara. Die Barbarafeiern jeweils am 4. Dezember gehen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr auf eine lange Tradition zurück. Bereits 1922 gedachten ehemalige Angehörige der bayerischen, schweren Artillerie im damaligen Militärgasthaus unter dem Wasserturm der heiligen Barbara. Die Soldatenkameradschaft der Bundeswehr-Truppenübungsplatzkommandantur führt seit ihrem Bestehen die Feiern durch.
Heilige Barbara als Mutmacher
Im Fackelschein am Kreuz vor der Barbarahütte gestaltete Pfarrer Holm Haschker von der evangelischen Militärseelsorge aus Weiden die Andacht. Pfarrer Haschker ging dabei auf die Legende der Heiligen Barbara ein, die trotz ihrer Gefangenschaft überzeugt ihren Glauben gelebt hat. Dienststellenleiter Oberstleutnant Florian Rommel freute sich über die gute Organisation und große Beteiligung bei der Feier. Der Einladung der Soldatenkameradschaft waren auch Brigadegeneral Steven Carpenter, Command Sergeant Major Hermes Acevedo, der neue Bundesforstdirektor Alexander Krone und Revierförster Andreas Irle gefolgt.
Weitere Gäste waren US-Soldaten der amerikanischen Sprengkommandos 702nd EOD, Mitarbeiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Vertreter der Firma Diehl, von Range Control, sowie ehemalige Feuerwerker der Soldatenkameradschaft. Nach dem gemeinsamen Essen, das Oberleutnant Alexander Jakimenko und seine Helfer zubereitet hatten, schlüpfte Oberfeldwebel Thomas Eck in die Rolle der Barbara. In Versform ließ er die Geschichte des Truppenübungsplatzes Revue passieren und berichtete von Ereignissen und heiteren Begebenheiten des vergangenen Jahres. Ein Feuerwerk am nächtlichen Himmel beendete den offiziellen Teil der Barbarafeier.

