Ferdinand Schraml begann mit einem Exkurs über die bayerische Biertradition und das Reinheitsgebot. Im dreistöckigen Kommunbrauhaus, das 1928 zuletzt renoviert wurde, erläuterte Schraml den traditionellen Brauprozess. Die Brauer bringen ihr eigenes Material mit – Malz, Hopfen und sogar Holz zum Anfeuern des gewaltigen Kessels. Der Prozess beginnt mit dem Schroten des Malzes, wobei die Stärke zu vergärbarem Zucker aufgeschlossen wird. Bei etwa 80 Grad entsteht dann das Bier, wird jedoch zu heiß gekocht, leidet der Geschmack.

Bis vor zwei Jahren mussten die Brauer ohne Aufzug auskommen, was in dem dreistöckigen Gebäude durchaus beschwerlich war. Heute erleichtert die moderne Technik die Arbeit, ohne den traditionellen Charakter zu beeinträchtigen.

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Mehr als nur Bier: Kultur und Widerstand

Für Schraml geht es beim Kommunbrauen um weit mehr als nur die Bierherstellung. Es gehe um Kulturerhalt und auch ein bisschen um Widerstand gegen die Großbrauer, betonte er. Der gemeinschaftliche Aspekt und der Zusammenhalt der Brauer stünden dabei im Vordergrund. Das Kommunbrauen sei Teil einer nachhaltigen, regionalen Kultur.

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Ausklang beim Gloser-Zoigl

Nach der informativen Führung ließ die Gruppe den Abend gemütlich beim Gloser ausklingen. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Kombination aus Tradition, Technik und dem gemeinschaftlichen Gedanken des Kommunbrauhauses. Die Führung hatte eindrucksvoll verdeutlicht, wie regionale Traditionen nicht nur bewahrt, sondern auch als Alternative zu industrieller Massenproduktion gelebt werden können.