Die Zeit verstrich, Menschen kamen und gingen, und spätestens mit der Coronazeit schlief die nette Tradition endgültig ein. Was blieb, war eine mit 400 Euro gut gefüllte Festkasse, deren Inhalt Christine und Alfons Reis, Doris Bösl und Veronika Mühlhofer vom früheren Organisationsteam nun einem nutzbringenden Zweck zuführen wollten. Ein würdiger Empfänger war bald gefunden: mit den Pressather „Helfern vor Ort“ (HvO), die zurzeit eifrig um Spenden für ihr dringend benötigtes neues Einsatzfahrzeug werben.
Perfekt gerüstet für den nächsten Einsatz
„Wir hoffen, dass der Nachfolger unseres zwölf Jahre alten Ford noch im ersten Halbjahr 2024 anrollen kann“, verriet der Pressather Rotkreuz-Bereitschaftsleiter Thomas Rauch, der gemeinsam mit Maximilian Fuchs von der HvO-Equipe den Geldbetrag dankbar entgegennahm. Zu etwa 250 Einsätzen werde die neunköpfige ehrenamtliche „Helfer“-Mannschaft alljährlich gerufen: „Dafür braucht es ein zuverlässiges und robustes Auto. Den Kaufpreis müssen wir selbst aufbringen, der Kreisverband des Roten Kreuzes trägt dann die Unterhaltskosten aus den Beiträgen der Fördermitglieder.“
Mitunter komme es zu skurrilen Einsatzsituationen: „So hatten wir einmal den Fall, dass jemand um halb vier Uhr morgens den Notruf wählte, weil ihn ein eingewachsener Zehennagel schmerzte.“ Jedoch sei es im Zweifel stets besser, „uns lieber einmal zu oft zu alarmieren als einmal zu selten“, betonte Rauch mit Nachdruck.
Die ehemaligen Straßenfest-Aktiven zeigten sich beeindruckt von den Erzählungen der erfahrenen „Sanis“, denen sie auch für das neue Jahr eine erfolgreiche Arbeit wünschten: „Es ist gut zu wissen, dass wir in unserer Stadt eine so zuverlässig arbeitende und von so viel Idealismus und Menschlichkeit getragene Helfertruppe haben.“

