Nach mehr als zwei Stunden Programm waren sich alle Besucher sicher: Der Abend war
jeden Cent wert. 120 Minuten Programm, Pointen ohne Ende, witzige Bemerkungen zur Zweisamkeit und natürlich immer wieder mit einem Augenzwinkern, das Nichtverstandenwerden des Mannes.
Dem Lions Club Weiden war mit der Verpflichtung von Bauer ein Glücksgriff gelungen. Das Credo des Abends hatte Bauer am Ende des Abends selbst parat: Es lebe der Unterschied zwischen Mann und Frau. Doch da gibt es natürlich Entwicklungsstufen auch beim Liebesleben; dies kann man mit dem Cola gleichsetzen; erst kommt das normale Getränk, dann light und am Ende zero. Da hofft die bessere Seite auf eine charmante Bemerkung des Gatten, der dann nebenbei bemerkt: Ich liebe den Duft deiner Haut – aber eigentlich habe ich mit dem Hähnchen im Backofen gesprochen.
Auf dem Land gibt es Jagdunfälle statt Scheidungen
Bauer zeigt sich jedoch auch begeistert von seiner Frau: „Als meine Frau Besuch von Zeugen Jehovas hatte, waren die Beiden nach einer Stunde Buddhisten – und haben am Ende noch den Müll mit runtergenommen.“ Natürlich entwickelt sich oft die Beziehung nicht so wie geplant und dann steht die Frage der Scheidung im Raum. „Doch wir hatten auf dem Land keine Scheidungen, bei uns gabs früher Jagdunfälle.“
Mit tollen Ausreden verstehen es Männer immer wieder, sich von der Arbeit zu drücken: „Schatz ich kann die Gartenmöbel nicht streichen, ich bin Lackdoseintolerant.“ Auf der anderen Seite bezeichnet er sich als tolerant! „Meine Nachbarin singt immer laut unter der Dusche. Das stört mich eigentlich nicht; durchs Fernglas hör ich das ja nicht.
Wie vielseitig die deutsche Sprache doch ist
Stephan Bauer fühlt sich auch als Natur- und Umweltschützer. Dabei lässt er sich gerne den Kabeljau an der Fischtheke zuwerfen, damit er später behaupten kann, den Fisch selbst gefangen zu haben. Nach seinen Worten ist die deutsche Sprache zwar schwierig, jedoch unwahrscheinlich vielseitig. „Dabei kommt es oftmals auch auf die Betonung an. Es macht schon einen Unterschied, wie man ‚Fußgänger umfahren“ ausspricht.“ Am Ende spricht er sich noch eindeutig für Männerfriedhöfe aus, da es ja um die ewige Ruhe geht.
Der Abend war für die Lionsfreunde ein großer Erfolg, können doch mit dem Gewinn wieder soziale Projekte in Weiden und Umgebung gefördert werden. Und dazu trugen nicht nur der Eintritt und private Spenden bei. Die Wahl der Neustädter Stadthalle als Veranstaltungsort brachte auch noch einen zusätzlichen Erfolg. Der Stadthallenwirt hat nämlich keinerlei Unkosten abgezogen, sondern die gesamten Einnahmen weitergegeben und gespendet. Der Künstler des Abends selbst spendete einen Teil seiner Gage für diese Hilfsprojekte.

