Weiden. Deutschland hat eine der höchsten Frühgeburtenraten in Europa. Fast jedes zwölfte Kind kommt dabei vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Nicht von ungefähr gibt es daher den Welt-Frühgeborenen-Tag. Auch der Bunte Kreis Nordoberpfalz hat sich an diesem Aktionstag beteiligt und dafür Eltern und Frühchen, die derzeit betreut werden oder in der Vergangenheit betreut wurden, zum Jahrestreffen eingeladen.
„Die Eltern nutzen die Gelegenheit gerne, sich in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen auszutauschen, während die Kinder spielen und toben können“, umschreibt Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreises Nordoberpfalz, das jährliche Treffen. In diesem Jahr begleitete die Einrichtung mehr als 30 Familien. Für einige von ihnen war das Treffen auch ein Abschluss der Nachsorge durch den Bunten Kreis, für den die Arbeit dort beginnt, wo die Betreuung durch die Klinik endet: zu Hause.
Doch auch Familien, bei denen die Unterstützung schon etwas länger abgeschlossen war, kommen zu dem Jahrestreffen, an dem auch Ärzte oder Pflegepersonal teilnahmen.
Für uns alle ist es schön zu sehen, wie positiv sich die Kinder entwickelt haben,
freut sich Marina Frister.
Unterstützung über mehrere Monate
Seit Beginn der Nachsorge fanden mehr als 500 Familien Unterstützung. Zum Teil über einen Zeitraum von drei bis neun Monaten. Das hierfür tätige Team besteht aus Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern und jeweils einer Sozialpädagogin und Psychologin. Um die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können, ist man aber auf Spendengelder angewiesen.
Die finanzielle Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen reicht leider oft nicht aus. Durch Spenden kann aber individuell und unbürokratisch geholfen werden – sei es bei therapeutischen Mitteln, der Finanzierung von Babyausstattung oder auch bei Fahrtkosten oder der Bezuschussung behindertengerechter Autos.

