Am 25. November wird weltweit an die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder erinnert. Dieser Tag wird auch als „the Orange Day“ bezeichnet. Dabei steht die Farbe für eine gewaltfreie Zukunft, in der alle Menschen friedlich miteinander leben. Aber neben dem eigentlichen Gedenken, ist dem Frauenforum auch wichtig in Aktion zu treten und zu handeln. Deshalb finden in Weiden zwei Wochen lang vier verschiedene Kampagnen statt, um das Thema näher an die Menschen zu bringen. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie häufig Frauen und Kinder mit Gewalt konfrontiert werden. Das Umfeld der Geschädigten erfährt von diesen Problemen meist erst, wenn es zu spät ist.
Was wird geboten?
Daher will das Netzwerk aus verschiedenen Organisationen, wie das Frauenhaus, Dornrose, NEW, Inner-Wheel Club, sowie die OTH Amberg-Weiden und die Volkshochschule so richtig Gas geben und hat einige Events vorbereitet. Die erste Aktion startet am 7. November an der Volkshochschule in Weiden. Dort können Kunstwerke von Frauen, die das Frauenhaus in Weiden besuchten, besichtigt werden. Die Werke sind während den therapeutischen Maßnahmen entstanden und geben nun einen besonderen Einblick in das Gefühlsleben der Gewaltopfer.
Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Frauen nicht einfach nur Opfer von Gewalttaten sind, sondern ihr Leben in den eigenen Händen haben. Ein Leben, das sie – genau wie die Kunstwerke – selbst gestalten können. Die Aktion wird mit Klavier und Gesang begleitet und kann bis einschließlich 10. November besichtigt werden.
Alle guten Dinge sind vier
Am 16. November um 18 Uhr findet eine Theateraufführung in der Regionalbibliothek Weiden statt. Drei Protagonistinnen borgen im Stück „KEINE MEHR“ den Betroffenen ihre Stimmen. Sie erzählen dokumentarisch von der Gewalt und den Erfahrungen der Opfer. Nach der Vorführung dürfen die Zuschauer an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.
Bei der dritten Aktion werden am 20. November orange Flaggen gehisst, aber nicht irgendwo, sondern am Neuen Rathaus in Weiden. Zu diesem Event haben sich auch Oberbürgermeister Jens Meier, mehrere Schulklassen und viele weitere Interessierte angemeldet. Das Elly-Heuss-Gymnasium und die Wirtschaftsschule unterstützten die Veranstaltung mit Darbietungen.
Die letzte Aktion findet am 24. November an der OTH in Weiden statt. Hier möchte die Hochschule in Zusammenarbeit mit dem Inner-Wheel Club auf das Thema digitale Gewalt aufmerksam machen. Ein großes Problem, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat und weiter zunehmen könnte. Dank der Anonymität im Internet können Täter flexibler handeln und nach Opfern Ausschau halten. Nicht zu vergessen, folgt meist nach digitaler Gewalt auch die „analoge“, auf die die meisten Verbrecher abzielen. Zu Wort kommen auch Unterstützer des Projektes Hatefree, das sich für Betroffene einsetzt. Auch hier gibt es im Anschluss eine Podiumsdiskussion und ein Get-together, bei Speisen und Getränke.
To put it in a nutshell – Alles in allem
Es ist vieles geboten, um die Menschen daran zu erinnern, wie wichtig es ist, über das Thema Gewalt an Frauen und Kindern aufzuklären und zu informieren. „Die Leute sollen daran erinnert werden, dass Gewalt uns alle einmal betreffen kann. Es ist wichtig zu handeln, egal ob man Opfer, Täter und vielleicht nur jemand ist, der zusieht“, sind sich Veranstalter einig. Sie wünschen sich, dass möglichst viele Menschen an den Aktionstagen teilnehmen, um mehr über das Thema Gewalt an Frauen und Kindern zu erfahren.
Opfer von Gewalt stehen nicht alleine da. Wer Beratung oder Hilfe benötigt, ist bei folgenden Anlaufstellen bestens aufgehoben:
Kontake
- Frauenhaus – Diakonisches Werk Weiden
https://www.diakonieweiden.de/frauenhaus.htm - Inner Wheel Club
https://iwc-weiden-oberpfalz.de/unser-club/ - Dornrose bei sexualisierter Gewalt e.V.
https://dornrose.de/

