Ob Stationierungsstreitkräfte, Post, Redakteure, Energieversorgung oder Flughäfen – Gewerkschaftsmitglieder setzen sich dafür ein, dass der Lohn und später die Rente zum Leben reichen. Der Handel steht in den Startlöchern – Forderung 2,50 Euro mehr in der Stunde und im öffentlichen Dienst wird getrickst mit der Meldung acht Prozent Angebot und ohne ein wichtiges Detail zu erwähnen, nämlich auf 27 Monate.
Ernte ohne sähen
Das bewegt auch die Senioren bei der monatlichen Zusammenkunft im Café Bauer. Viele Abschlüsse mit deutlichen Verbesserungen besonders für untere Einkommensgruppen konnten schon erreicht werden. Und noch etwas wird sichtbar, so Hermann Dietl, ehemaliger städtischer Beschäftigter bei der Diskussion: Viele fahren eine Ernte ein, ohne vorher gesät zu haben! Damit sprach er den Anwesenden aus dem Herzen.
In der Pandemie wurde allen in der Gesellschaft vor Augen geführt, wer den Laden am Laufen hielt. Jetzt die Unterstützung zu verweigern, kann nur mit Arbeitskampf beantwortet werden. 70.000 Mitglieder sind bereits in die Gewerkschaft eingetreten, berichtet Manfred Haberzeth. Die Senioren haben sich vor Ort sichtbar solidarisch gezeigt und werden dies auch in Zukunft tun.
Regionale Maikundgebungen
Alle Arbeitnehmer haben am Tag der Arbeit Gelegenheit, ihre Ansicht zur gesellschaftlichen Entwicklung deutlich zu machen. Regionale Maikundgebungen bieten dazu die Möglichkeit. Der spontane Erwerb der Maiabzeichen sprach deutlich für die ungebrochene Solidarität.

