Seit gut zwei Jahren engagiert sich Madline Schwaiger in der Siedlergemeinschaft Rosenhof. Zunächst wurde sie Spielplatzbeauftragte im März 2021 und hat im Juli 2021 auch den Vorsitz übernommen. Dabei ist sie mit ehrgeizigen Zielen in beide Ämter gestartet, denn die Aktivitäten der Gemeinschaft waren über lange Zeit eingefroren.
Mit einem jungen Vorstands- und Unterstützerteam, größtenteils selbst junge Eltern, hat sie die Siedlergemeinschaft wiederbelebt. Neben der Vermittlung von Reiseangeboten und den Sammelbestellungen für Öl ist das Herzstück der Siedlergemeinschaft der Spielplatz zwischen Wolfslegel-, Tal- und Hopfenoher Straße. Stolz zeigt sie viele neue Geräte, die in den vergangenen beiden Jahren angeschafft wurden.
Neue Spielgeräte
Im vergangenen Herbst kam die neue Seilbahn für 4.500 Euro, dazu eine neue Dreifachschaukel für 2.300 Euro. Schwaiger setzt die Gesamtkosten mit Lieferung und Aufstellen auf 8.600 Euro. Ein Klettergerüst wurde durch Crowdfunding besorgt. Dazu kommt viel Eigenarbeit – Alte Geräte, wie zum Beispiel ein Karussell, wurden abgeschliffen und neu gestrichen. Am neuen Basketballkorb spielen täglich Kinder, neue Wipptiere freuen sich auf ihre Reiter und der Sandkasten ist bereits neu eingehaust.
Doch die Pläne sind noch lange nicht abgeschlossen: Die Siedlergemeinschaft denkt im Augenblick über eine Toilettenmöglichkeit nach. Dadurch wäre die zum Spielplatz gehörende Blockhütte beispielsweise für Kindergeburtstage zu vermieten. Ein befreundeter Trockenbauer habe bereits angeboten, das Fundament für ein kleines Gebäude zu legen, Schwaiger und ihr Team denken aber auch über die Anschaffung eines Toilettenwagens nach. Auch die Blockhütte soll saniert werden. Durch ein europäisches Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raums wurde bereits ein neuer Stromanschluss gelegt.
Der kleine, parallel zum Spielplatz fließende Bach könnte weiterhin ein Wasserspiel mit Pumpen bekommen und auch eine neue Rutsche steht auf der Wunschliste.
Spenden und eigene Aktionen
Durch die Wiederbelebung des Vereins sind auch mehr Aktive unter den über 180 Mitgliedern. Damit kann Schwaiger Aktionen planen und veranstalten: Kürzlich am Spielplatzfest waren knapp 1.000 Besucher, davor beteiligten sie sich mit einem Verkaufsstand am Waldkinderfest. Die Einnahmen kommen zum großen Teil dem Spielplatz zugute. Dazu kommen viele Geld- und Sachspenden von Firmen und Vereinen – besonders der SV Grafenwöhr zeigt sich großzügig mit Tornetzen und weiteren Ausrüstungsgegenständen. Dazu bekommt die Siedlergemeinschaft für ihre Pflege des Spielplatzes ein Budget von 1.500 Euro jährlich von der Stadt.
Gerne würden Schwaiger und ihr Team noch mehr Aktionen durchführen, so soll auch mal ein Flohmarkt und ein Zeltlager stattfinden. Schwaiger erklärt: „Es macht viel Spaß, ist aber auch Stress. Und jeder hat selbst viel zu tun.“ Darum sind mehr engagierte, aktive Leute bei der Siedlergemeinschaft Rosenhof gerne gesehen.

