Bei widriger Witterung sind in erster Linie eine gute Vorbereitung und eine vorausschauende Fahrweise entscheidend. Wer folgende Tipps beherzigt, kommt sicher und stressfrei durch die kalte Jahreszeit.
Auto winterfit machen
Im Winter sind zuallererst die passenden Reifen wichtig. In Deutschland herrscht
eine situative Winterreifenpflicht. Das heißt, bei Witterungsbedingungen mit Glatteis, Schneeglätte und Schneematsch müssen die entsprechenden Pneus aufgezogen sein. „Unter vier Millimeter Profiltiefe sind Winterreifen, obwohl gesetzlich zulässig, für den Wintereinsatz nicht mehr sicher und sollten getauscht werden“, so Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte beim ADAC Nordbayern.
Kühlerfrostschutz überprüfen
Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Beleuchtung und den Kühlerfrostschutz zu
prüfen, der mindestens minus 25 Grad Celsius standhalten sollte. Für eine gute Sicht
sind neben sauberen Scheiben, dem Kontrollieren der Scheibenwischer, auch ein
ausreichender Scheibenfrostschutz von Bedeutung. Eiskratzer und Schneebesen
sowie eine wärmende Decke sollten ebenfalls mit an Bord sein.
Wagen von Eis und Schnee befreien
Unbedingt beachten: Vor dem Losfahren muss das Fahrzeug immer komplett von
Schnee und Eis befreit werden. „Dies beinhaltet nicht nur die Scheiben, sondern
auch das Dach, die Motorhaube und die Heckpartie. Ansonsten könnte die eigene
Sicht und die des nachfolgenden Verkehrs durch herabfallende Schneereste
beeinträchtigt werden“, erklärt Wolfgang Lieberth.
Besonderheiten bei E-Autos
Elektroautos haben im Winter bekanntermaßen Einbußen bei der Reichweite zu
verzeichnen. ADAC Messungen zufolge reduziert sich die Reichweite von E-Autos
bei niedrigen Temperaturen um bis zu 30 Prozent. Um dem entgegenzuwirken, hilft
beispielsweise ein Vorheizen des Autos, solange es noch am Stromnetz angeschlossen ist (hier aber unbedingt auf die Ladeleistung des Anschlusses achten). Darüber hinaus kann man die Reichweite seines Elektrofahrzeugs durch das Einschalten der sparsameren Sitzheizung anstelle der Innenraumheizung optimieren, beziehungsweise letztere auf eine niedrigere Temperatur einstellen.
Fahren bei Eis und Schnee
Allgemein gilt: Die gefahrene Geschwindigkeit muss immer den Witterungsbedingungen angepasst sein. Wenn die Sichtweite, zum Beispiel infolge von Schneefall unter 50 Meter sinkt, darf man nicht schneller als 50 km/h fahren. Sofern das Fahrzeug über eine Schaltung verfügt, ist es bei starkem Schneefall sinnvoll, notfalls im zweiten Gang anzufahren, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern.
Keine ruckartigen Lenkbewegungen
Auch bei einer Automatik mit entsprechender Traktionskontrolle sollte man besonders vorsichtig mit dem Fahrpedal umgehen und ein eventuell vorhandenes Winterfahrprogramm aktivieren. Ansonsten sind niedertouriges Fahren und bei freier Strecke eine kurze Bremsprobe hilfreich, um auf glatten Straßen möglichst sicher voranzukommen. Ruckartige Lenkbewegungen und hektische Manöver sollten ebenfalls vermieden werden.

