Grafenwöhr. Woher kommen Ängste und wie kann ich sie in den Griff bekommen? Was ist Selbstbewusstsein? Was versteht man unter Selbstwertgefühl? Was trägt dazu bei, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln? – Diese und weitere Fragen beantwortet Michael Tiefel.

Von Doris Mayer-Englhart

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Einen begeisternden Vortrag, angereichert mit kleinen Übungen mit „Aha-Effekt“ erlebten die Besucher des Vortrags zum Thema „Selbstbewusstsein steigern – Ängste verlieren“ „Roten Donnerstags“ der Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen Grafenwöhr. SPD-Bürgermeisterkandidat und Coach Michael Tiefel bereitete das Thema spritzig und kurzweilig auf und fesselte die Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute.

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„Das kannst du nicht!“

Eingangs nahm sich Tiefel das Thema „Kindheit“ vor. Die Besucher erfuhren, dass bis zum Alter von 18 Jahren die Heranwachsenden 180.000 negative Botschaften hören, wie „Das kannst du nicht!“ ,“Aus dir wird nie was!“, oder „Der Andere kann das besser!“

„Die negativen Botschaften werden verinnerlicht und prägen, das sollte uns im Umgang mit Kindern und Jugendlichen bewusst sein“, mahnte Tiefel. „Im Alter bis zu zwei Jahren werden Kinder für jeden Schmarrn gelobt“, zeigte er launig auf. „Bis zum 12. Lebensjahr etwa müssen Kinder bestimmte Dinge tun, um Lob zu erfahren, danach wird der Jugendliche (auch von anderen Jugendlichen) nach dem was er ist, kann und hat beurteilt.

Konkrete Ziele setzen

Im weiteren Verlauf klärte er auf, wie sich durch positives Erleben das Selbstwertgefühl eines Menschen entwickelt, und wie darauf das Selbstbewusstsein resultiert. „Und dann kommt ein Schicksalsschlag wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit und plötzlich ist man nichts mehr wert!“, zeigte er auf. Obwohl der Mensch der gleiche sei wie zuvor, bekommt er keine Wertschätzung der Anderen mehr. Darunter leide schließlich auch das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein.

Er zeigte die Säulen des Selbstbewusstseins auf und ermunterte, konkrete und erreichbare Ziele zu setzen. Nachdem diese erreicht sind, wieder neue Ziele zu setzen. Dies steigere das Selbstwertgefühl.

Angst früher und heute

Zum Thema Angst klärte er auf, dass Kinder natürlicherweise keine Angst haben. Evolutionär gäbe es die Angst vor Misserfolg, vor Überanstrengung und vor sozialer Zurückweisung. In frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte war es beispielsweise die Angst vor Misserfolg bei der Jagd, der schließlich zum Hungern oder Tod führte.

Heutzutage haben wir Angst, Fehler zu machen. Die Angst vor Überanstrengung ist in der heutigen Zeit nicht mehr so relevant, aber die Angst davor, in einer Gruppe von Menschen nicht bestehen zu können, gäbe es nach wie vor.

Selbstbewusstsein trainieren

Mit wenig Aufwand lässt sich das Selbstbewusstsein unterstützend trainieren“,

erklärt der Referent und belegt dies mit Studienergebnissen: „Durch eine bewusst aufrechte Körperhaltung und durch Lächeln. Wenn die Mundwinkel nach oben gehen, schüttet das Gehirn Glückshormone aus. Wir fühlen uns wohler und selbstbewusster.“

Die AsF-Vorsitzende Conny Spitaler bedankte sich herzlich für den sehr lebhaften, mit vielen Beispielen aus dem Leben gespickten Vortrag, die Zuhörer spendeten begeistert Applaus.

Fotos: Doris Mayer-Englhart