Weiden. Schulleitungen müssen entlastet werden, das hat die Corona-Krise im Schulalltag gezeigt, wie Katja Meidenbauer, Bezirksvorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands fordert.
„Als wir uns im Februar bereits zum Austausch getroffen haben, konnte keiner wissen, was die nächsten Monate passiert“, stellt Katja Meidenbauer, Bezirksvorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, beim erneuten Treffen mit MdL Dr. Stephan Oetzinger fest. Die Corona-Krise sei auch im Schulleben das beherrschende Thema, beschreibt sie.
Der CSU-Landtagsabgeordnete freut sich, dass „der vereinbarte regelmäßige Austausch trotzdem klappt“ und verbindet das mit Dank: „Was in der Schulfamilie in den letzten Wochen passiert ist, zollt mir höchsten Respekt ab. Die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und vor allem auch die Schülerinnen und Schüler haben die schwierige Situation angenommen und haben sich den Herausforderungen gestellt.“
Digitalisierung und Entlastung der Schulleitungen
Meidenbauer erzählt aus dem Schulalltag während Corona. „Teilweise sind wir an unsere Grenzen gestoßen. Vor allem die Schulleitungen hatten beinahe täglich mit einer anderen Situation zu tun“, schildert sie. Die Forderung des BLLV sei auch klar:
Die Schulleitungen müssen entlastet werden, was weniger Unterrichtsverpflichtung für die Schulleitungen und mehr Unterstützung durch Verwaltungskräfte bedeuten würde.“
Oetzinger will das Thema aufgreifen und sichert seine Unterstützung gerade bei Verwaltungsangestellten zu. „Mit zwei, drei Wochenarbeitsstunden mehr könnte an richtiger Stelle unterstützt werden, auch, weil in den Sekretariaten sehr gute Arbeit geleistet wird.“
Digitales Lernen: ein Sprung ins kalte Wasser
Großen Raum nahm das Thema Digitalisierung ein. „Wir sind nun in das sprichwörtliche kalte Wasser geworfen worden und mussten uns intensiv mit digitalem Lernen beschäftigen. Darin sehe ich eine gute Chance für die Zukunft“, ist Meidenbauer zuversichtlich. „Viele Lehrer, die Eltern und die Schüler zeigen sich aufgeschlossen. Das Lernen kann damit ergänzt werden.“ Als einen immer wichtiger werden Teil des ganzheitlichen Lernens bezeichnet Oetzinger die neuen Medien und digitales Lernen. „Als Freistaat Bayern und auch die Sachaufwandsträger vor Ort müssen die Rahmenbedingungen schaffen und die Schulen gut ausstatten“, betont er.
Aus Sicht der Lehrkräfte betont Meidenbauer abschließend, dass eine ausreichende Vorbereitungszeit zur Verfügung gestellt werden muss, „egal wie“ in das neue Schuljahr gestartet werden kann. Sie wünscht sich verschiedene Rahmenpläne, wie Unterricht stattfinden kann, wenn sich das Corona-Geschehen in die eine oder andere Richtung bewegt.

