Weiden. An Bushaltestellen, am Straßenrand, auf Spielplätzen und in Parkanlagen – Zigarettenstummel sind gefühlt überall zu finden. Sie stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sondern schädigen unsere Umwelt erheblich. Besonders die Filter der Zigaretten tragen maßgeblich zur Verschmutzung von Wasser und Natur bei. Sie zersetzen sich nur sehr langsam und setzen dabei schädliche Chemikalien frei, die in den Boden und in Gewässer gelangen können.
Boxen aus Tetra Pak
Um auf diese wichtige Thematik aufmerksam zu machen und die Bevölkerung zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen, haben sich die Schülerinnen der Klasse 6c der Sophie-Scholl-Realschule etwas Besonderes einfallen lassen. Im Rahmen ihres Profilfachs MINT, das Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vereint, haben die 28 Schülerinnen farbenfrohe Kippen-Boxen aus Tetra Pak gestaltet. Diese Boxen sollen als Aschenbecher für Zigarettenstummel dienen.
Zudem haben die Schülerinnen informative Tafeln kreiert, die über die negativen Auswirkungen von Zigarettenabfällen auf die Umwelt aufklären. Unterstützt von ihren Lehrkräften, Martina Brunner und Tobias Roppert, wurden diese kreativen Werke nun an den Laternen im Max-Reger-Park angebracht.
Oberbürgermeister Jens Meyer zeigte sich vor Ort begeistert von dem Engagement der Schülerinnen: „Mit dieser Initiative wird ein starkes Zeichen für den Umweltschutz gesetzt. Ich hoffe sehr, dass die Bevölkerung dadurch sensibilisiert wird, bewusster mit unserer Umwelt umzugehen, und dass die Kippen-Boxen rege genutzt werden.“


Sehr gut, dass von der Sophie Realschule durch diese tolle Aktion auch auf dieses Thema hingewiesen wird. In vielen Städten Deutschlands werden inzwischen Bußgelder für das Wegwerfen von Kippen erhoben, da sie ein stark umweltbelastendes und unschönens Müllproblem darstellen. In Weiden läuft seit zwei Wochen eine private Unterschriftensammlung, um die Verantwortlichen der Stadt dazu zu bewegen, ebenfalls mit öffentlicher Aufklärung und Androhung sowie ggf. Erhebung von Bußgeld dagegen vorzugehen. Unterschriftenlisten liegen z.B. im Weltladen und ab 3.7. auch in der Bibliothek auf.
Es ist eine wunderbare Aktion dieser Schülerinnen. Wenn man bewusst auf den Boden schaut, ob in Städten, Orten oder in der freien Natur, man findet diese Zigarettenkippen überall. Wenn man weiß, dass eine Zigarettenkippe bis zu 60 Liter Grundwasser verseucht, dann muss man sich die Frage stellen, ob wir uns das als Gesellschaft noch leisten können, denn Wasser wird im Zeichen des Klimawandels immer wichtiger. Mehr als 50 krebserregende Stoffe befinden sich in einer Kippe, das Pflanzenwachstum wird negativ beeinflusst, Kleinstlebewesen sterben und das Mikroplastik, aus dem eine Kippe in der Regel besteht, braucht sehr lange, um abgebaut zu werden. Hier braucht es den starken Willen der politisch Verantwortlichen, dieser Unsitte des Wegschmeißens Einhalt zu gebieten. Frankreich und viele andere Länder machen es vor. Nur hohe Geldbußen, aber auch deren konsequente Verfolgung, werden diese Umweltsünder dazu bewegen, ihr Verhalten zu ändern.
Sinnvoll wären diese Boxen direkt vorm Friseur Klier in der Max-Reger-Str. An der Bank direkt davor schaut es grundsätzlich aus! Ich finde es sollte wirklich bestraft werden, das achtlose wegwerfen der Kippen!